Archiv für 'Coach & Coaching-Methoden'Kategorie

Durch Fragen verändern

2. November 2009

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Dass eine Frage das Leben verändern kann, weiß zum Beispiel jeder, der einmal einen Heiratsantrag erhalten hat. Dass solche Fragen „wie Küsse“ schmecken können, leuchtet uns ein. Coach Carmen Kindl-Beilfuß fordert uns nun auf, auch andere Fragen an Menschen mit der gleichen Leidenschaft  zu formulieren.

In Fragen können wie Küsse schmecken beschreibt sie nicht nur die Technik der systemischen Frageformulierung. Sie  zeigt, wie charmante und zugleich überraschende Fragen Bewegung in unser Denken, Fühlen und Handeln bringen können.

Gute Fragen, so Kindl-Beilfuß, zeugen von einer exzellenten Beobachungsgabe. Sie signalisieren, dass der Fragende sich in einem tiefen Sinne für die Antworten des Befragten interessiert. Gute Fragen sind das Gegenteil von Suggestivfragen, in denen die Antwort bereits enthalten ist.

Wie Sie merken, dass Sie gute Fragen stellen?

Wann immer Ihr Gesprächspartner überrascht ist, nachdenklich wird und schließlich sogar über seine eigenen Antworten staunt, haben Sie mit Ihrer Frage Bewegung erzeugt.

Mit Fragen führen

20. November 2008

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Wer fragt, der führt. So eine wichtige Faustregel der beruflichen Kommunikation. Der Führungs-Alltag sieht jedoch zumeist anders aus. Überprüfen Sie für sich selbst: Bieten Sie lieber eigene Antworten an oder üben Sie sich in der Kunst, Menschen durch gezielte Fragen zu Ihren eigenen Lösungsideen zu führen?

Die Methode ist einfach und leicht erlernbar: Wer Menschen Fragen stellt, regt sie zum Nachdenken und Finden eigener Lösungen an. Vorausgesetzt, die Fragen sind offen gestellt, also nicht mit einem einfachen Ja oder Nein zu beantworten:

  • Wie wollen Sie vorgehen?
  • Welchen ersten Lösungsschritt schlagen Sie vor?
  • Was erscheint Ihnen dabei als besonders wichtig?

Offene Fragen appelieren an die Eigenverantwortung des Befragten und stärken seine Kompetenz. Wer eigene Lösungen findet, dessen Selbstständigkeit wächst. Umgekehrt kann der Führenden von einem größeren kreativer Freiraum für die Lösung eigener Aufgaben profitieren.

Warum diese einfache Methode in der Praxis noch nicht so verbreitet ist?

Einige scheuen den Zeitaufwand, der zunächst mit der Fragemethode verbunden ist. Andere verlieren schon mal die Lösungskompetenz des Mitarbeiters aus dem Auge. Und viele verstehen es einfach als Führungsverpflichtung, den Mitarbeiter durch fertige Antworten von der eigenen Sachkomptenz zu überzeugen.

Und Sie? Für welche Führungsmethode entscheiden Sie sich? Welcher Nutzen der Methode steht für Sie im Vordergrund?

Den „inneren Coach“ aktivieren

1. Juli 2008

Denken Sie nicht manchmal auch, Sie könnten einen persönlichen Manager gut gebrauchen? Einen Coach, der nicht nur für Sie plant und organisiert, sondern gezielt für die Förderung Ihrer Talente sorgt? Einen Motivator, der Ihnen hilft, anspruchsvolle Ziele anzustreben und zu realisieren? Warum nicht Ihr eigener Manager sein? Hier die wichtigsten Leidgedanken für Ihr persönliches Coaching-Programm:


Eine Richtung finden

Ein Coach unterstützt Menschen dabei, ihre Ziele zu erreichen.
Wenn Sie sich selbst coachen, brauchen Sie Klarheit darüber, was Sie mit Hilfe Ihres „inneren Coachs“ erreichen wollen. Je sorgfältiger Sie Ihr Ziel planen, umso wirkungsvoller gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Ihrem „innerer Coach“.


Motivatoren aktivieren

Ein Coach unterstützt Menschen dabei, sich für ihre Ziele zu engagieren.Oft reicht ein klares Zielbild vor Augen aus, um mit Leichtigkeit den Weg zur Erreichung zu gehen. Doch herausfordernde Ziele sind mitunter auch mit Hindernissen verbunden. In solchen Situationen ist der „innere Coach“ gefordert, Ihre Stärken und Fähigkeiten zu mobilisieren und Sie an die Motivation zu erinnern, die Sie auf den Zielweg geführt hat.


Überblick gewinnen

Ein Coach unterstützt Menschen dabei, ihre Perspektive zu erweitern.Wenn Sie in der Lage sind, Menschen und Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, können Sie den Weg zu Ihrem Ziel flexibel, kreativ und einfühlsam gehen. In Momenten, in denen Sie „festgefahren“ sind, sorgt Ihr „innerer Coach“ für einen neuen Überblick.


Erreichtes würdigen

Ein Coach unterstützt Menschen dabei, Fortschritte zu erkennen und wertzuschätzen.Der Weg zu einem anspruchsvollen Ziel besteht nicht nur aus zahlreichen Teilzielen, sondern auch aus Wegstrecken, die zunächst wenig zielführend scheinen. Ihr „innerer Coach“ überblickt diesen Prozess und hilft Ihnen, aus dem bereits Erreichten Energien für die noch vor Ihnen liegende Wegstrecke und natürlich auch für neue, vielleicht noch herausfordernde Ziele zu ziehen.


Vergessen Sie nicht – wann immer Sie ein Ziel erreicht haben – auch Ihren „inneren Coach“ zu loben. Immerhin hat er sich konsequent in den Dienst dieses Ziels gestellt.


Wenn Sie mögen, können Sie noch mehr für Ihren „inneren Coach“ tun. Wieder jeder andere Coach auch, genießt er nicht nur Urlaub, sondern auch ein gelegentliches Fortbildungsprogramm. Und bei der ein oder anderen Gelegenheit ist er auf eine kollegiale Supervision angewiesen, um wieder in Höchstform zu sein.

Mit dem Körper coachen

1. Januar 2008

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Die klassische Domäne des Coachs ist das Mentale und sein Werkzeug das Wort. Doch Geist und Körper sind so eng miteinander verbunden, dass es sich für jeden Coach lohnt, körperorientierte Methoden in seine Arbeit zu integrieren.

Geist und Körper, so eine zentralen Vorannahme des NLP, sind Teile des gleichen Systems. Unsere Gedanken beeinflussen den Körper und unser Körper den Geist.

Der NLP-Coach nutzt dieses Wissen als wichtigstes Feedback-Instrument im Coaching-Prozess. Durch die Beobachtung der physiologischen Merkmale des Klienten wie zum Beispiel Gesichtsfarbe, Körperhaltung, Atmung und Stimme, erhält der Coach Hinweise darauf, wie seine Arbeit wirkt.

Doch mit dem sorgfältigen Beobachten körperlicher Veränderungen sind die Möglichkeiten des Coachs noch nicht ausgeschöpft. Der Coach kann auch direkt auf der Körperebene intervenieren, um mentale Prozesse in Gang zu bringen.

Der einfachste Weg dazu ist eine Veränderung der Körperhaltung des Klienten und der damit einhergehenden Atmung. Körperliche Bewegung bringt auch geistig mehr Beweglichkeit mit sich.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, körperorientierte Methoden zum Beispiel aus der Kinesiologie und der Energetischen Psychologie zum Einsatz zu bringen. Mit Hilfe dieser Methoden lassen sich nicht nur die Sinne schärfen und die Lernbereitschaft erhöhen. Sie helfen auch bei Blockaden und festgefahrenen Situationen.

Ein Coach, der „mit dem Körper“ coacht, wird schneller bessere Ergebnisse erzielen. Zugleich wird er feststellen, dass es eine Fülle körperorientierter Methoden gibt, die seine Arbeit unterstützen und oft beschleunigen können.

Als Führungskraft coachen

1. August 2007

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Die Führungskraft als Coach? Ein modisches Schlagwort oder ein zeitgerechter Führungsstil, der Menschen in leitenden Funktionen dabei unterstützen kann, den Herausforderungen ihrer Tätigkeit gewachsen zu sein?

Viele Chefs befinden sich heute in einem aufreibenden Spagat zwischen strategischer Führungsaufgabe und Tagesgeschäft. Oft gilt es, wachsenden Anforderungen an die Qualität und Komplexität von Produkten mit immer weniger Mitarbeitern gerecht zu werden. Und das, obwohl die Identifikation der Mitarbeiter mit Aufgabe und Unternehmen tendenziell sinkt.

Was der Coaching-Ansatz hier leisten kann?

Führen mit Coaching-Methoden heißt vor allem, lösungs- und entwicklungsorientiert mit Mitarbeitern umzugehen. Während klassisches Führen aus einem Zyklus von Zielsetzung, Planung, Koordinierung, Aufgabendelegation und Kontrolle besteht, liegt der Akzent beim coachenden Führungsstil darauf, Lern- und Ziel-Prozesse zu initiieren und zu begleiten.

Nach einer anfänglich intensiven Coaching-Phase sind Mitarbeiter in der Lage, sich mit hoher Eigenmotivation und Eigenverantwortung selbst zu organisieren. Ihre Fähigkeiten und Potenziale entwickeln sich systematisch „on the job“ und ihre Job-Zufriedenheit nimmt zu. Parallel dazu gewinnt die Führungskraft Freiraum, gestalterisch und konzeptionell zu agieren.

Doch was bedeutet es praktisch, mit Coaching-Methoden zu arbeiten? Auf eine Kurzformel gebracht besteht die coachende Methode darin, Menschen aus einer Problemsicht auf ein Thema zu einer eigenen Lösungsidee zu führen.

Das Handwerkszeug dazu besteht in einer zielgerichtet eingesetzten Sprache und der Fähigkeit zu konstruktivem Feedback:

  • Anstelle Aufgaben zur Erfüllung seines eigenen Zielentwurfs einfach zu delegieren, leitet die Führungskraft den Mitarbeiter zur Entwicklung einer eigenen Zielidee an.
  • Anstelle selbst lösungsaktiv zu werden oder den Mitarbeiter für bislang ungelöste Probleme zu kritisieren, deckt die Führungskraft durch entwicklungsfördernde Fragen die Ressourcen und Lösungspotenziale des Mitarbeiters auf.
  • Anstelle zu beraten und Ratschläge zu erteilen, fungiert die Führungskraft als Spiegel bzw. Reflektor, mit dessen Hilfe der Mitarbeiter seinen Lösungsansatz optimiert.

Erfahrungsgemäß nimmt mit dieser Methode der Wirkungs- und Zielerreichungsgrad der eigenen Führungstätigkeit bei hoher Qualität der von den Mitarbeitern erbrachten Leistungen in erheblichem Maße zu. Die Kommunikation wird hierarchieübergreifend stark intensiviert und auch die Kooperationsfähigkeit der Mitarbeiter untereinander verbessert sich.

Der Erfolg setzt allerdings auch einige grundlegende Überzeugungen voraus:

Wertschätzung für den Mitarbeiter, Fairness im Umgang miteinander und echte Wahlfreiheit im Lösungsprozess sind unabdingbare Voraussetzungen, um den Mitarbeiter zu eigenverantwortlichem Handeln anzuleiten. Und auch die Methode und sprachliche Herangehensweise an ein Coaching bedarf der sorgfältigen Qualifikation.

Es muss zwar ist nicht gleich eine Coaching-Ausbildung sein, um die Führungskraft im entwicklungsorientierten Denken und Handeln zu schulen. Doch eine Schulung in gängigen Kommunikationsmethoden wie NLP oder TA sowie eigene Coaching-Erfahrung ist hilfreich, um am Arbeitsplatz wirkungs- und verantwortungsvoll mit Coaching umzugehen.

Aufstellungen in das NLP integrieren

2. Juli 2007

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Beim Stichwort Aufstellungen denken Coaches nicht in erster Linie an NLP. Denn bei Aufstellungen steht das soziale System, also das Miteinander von Menschen im familiären oder beruflichen Kontext, im Mittelpunkt der Problemlösungsstrategie. NLP dagegen fokussiert auf den Einzelnen und dessen individuelle Lösungskompetenz.

Doch bei genauerer Betrachtung ist der Weg zwischen beiden kürzer als gedacht, ohne vorab das NLP „reformieren“, zu müssen, wie es sich beispielsweise Bernd Isert auf die Fahne geschrieben hat. Insbesondere zwei Berührungspunkte lassen die Integrierbarkeit beider Methoden erkennen:

NLP unterstützt Menschen beim Entwickeln eigenverantwortlicher Lösungen, wobei tragfähige Ansätze durch das erfolgreiche Bestehen des Ökochecks gekennzeichnet sind. Mit diesem Check werden die Auswirkungen des eigenen Handelns auf das persönliche Umfeld sorgfältig geprüft. Das soziale System ist also auch beim NLP-Ansatz immer ein zentraler Aspekt der Lösungsstrategie.

NLP arbeitet mit den sinnlichen Repräsentationen menschlicher Erfahrungen. Es nutzt den Tatbestand, dass jede Erinnerung des Menschen räumlich abgespeichert ist, so dass innere Bilder nach außen getragen und im Raum repräsentiert werden können. Genau das gleiche geschieht bei Aufstellungen, wenn auch Aufstellungen in der Regel auf einen weiteren Systemkontext als typische NLP-Interventionen zielen.

Welcher Nutzen ergibt sich nun daraus, die am Individuum orientierte NLP-Arbeit mit der systemischen Methode der Aufstellungen zu verbinden? Die Vorteile liegen auf der Hand: Aufstellungen ergänzen das klassische Drei-Positionen-Modell des NLP und erweitern damit die Möglichkeiten, ökologisch schlüssige Antworten zu finden oder gefundene Lösungen systematisch auf ihre Ökologie zu überprüfen.

Jeder Aufstellungsarbeit liegen bestimmte Annahmen über Systeme und deren Funktionsweisen zugrunde, also Metapositionen darüber, wie wir uns ein gut oder ideal funktionierendes System (z. B. Familie, Organisation, Firma) vorstellen und was wir als „Problem“ identifizieren.

Wie aber lässt sich der am Individuum orientierte Lösungsprozess des NLP mit einem Denkansatz integrieren, der das System und dessen Gesetzmäßigkeiten in den Mittelpunkt stellt? Genau an dieser Stelle treten, wie die Erfahrung zeigt, ideologische Reibungspunkte auf.

Mit NLP lässt sich eine einfache Schneise durch das ideologische Dickicht schlagen. Zwar argumentieren auch einige NLP-Autoren wie zum Beispiel Klaus Grochowiak, dass qualitative Unterscheidungen zwischen „individuellen“ und „systemischen“ Problemquellen vorgenommen werden können, für die jeweils entweder die NLP-Methodik oder Aufstellungen angezeigt sind. Doch diese Unterscheidung schafft eine Gegensätzlichkeit, die es in der konstruktivistischen Weltsicht nicht geben kann.

 

Wenn wir, so die konstruktivistische Basis von NLP, nicht die Welt selbst, sondern nur die durch unser Sinnessystem gefilterten Landkarten von der Welt wahrnehmen, dann kann es keine qualitativen Unterschiede zwischen Problemquellen geben.

 

Nicht ein System schafft ein Problem, sondern die „Landkarte“ des betroffenen Individuums bzw. das von ihr geschaffene mentale Konstrukt des Systems. Es liegt in der Hand des Individuums, diese Landkarte zu korrigieren. Die von NLP angenommene eigenverantwortliche Lösungskompetenz bleibt in allen Kontexten bestehen.

 

Aus dieser Sicht ist eine Aufstellung ein lösungs- und ressourcenorientiertes NLP-Format wie jedes andere auch. Wenn Menschen ihre Wahrnehmungs- und Handlungsfähigkeit durch Aufstellungen erweitern, lassen sich ökologisch verträgliche Lösungen finden. Das gesamte System kann daher davon profitieren, wenn der Einzelne persönliche Entwicklungsschritte geht.