Archiv für 'Embodiment & Körper-Geist-Kommunikation'Kategorie

Körperliche Symptome entschlüsseln

11. Mai 2012

Körperliche Symptome und Krankheiten empfinden wir zunächst als einschränkend und deuten sie als Störfaktoren auf dem Weg zu unserer persönlichen Zufriedenheit. Bei näherer Betrachtung erweisen sie sich jedoch als wichtige Informationsquelle für Themen, die zur Lösung anstehen.

In Mein Körper erinnert sich zeigt die Aufstellerin Kristine Alex, wie man mit Symptomaustellungen Gefühle sprechen lassen kann. Sie liefert umfangreiche Beispiele für die kreative Sprache des Körpers, die sich in organischen Beeinträchtigungen wie zum Beispiel Bluthochdruck oder Tinnitus, aber auch seelisch-körperlichen Symptomen wie Erschöpfung oder Stress, ausdrückt.

Aufstellungen verdeutlichen, welche Persönlichkeitsanteile an der Erzeugung eines Symptoms beteiligt sind. Sie helfen außerdem, die Botschaft der Symptome in eine für uns verständliche Sprache zu überführen. Denn erst wenn wir diese verstehen, bahnt sich eine Lösung an.

Kristine Alex´ Buch führt einfach und transparent in den Ablauf einer Aufstellung ein. Das Buch ist dennoch kein Leitfaden für Aufsteller, sondern vielmehr ein Lesebuch für alle, die sich anhand konkreter Fallbeispiele in die Sprache des Körpers einlesen wollen. Und vielleicht auch Anregung, das eine oder andere eigene Symptom zu entschlüsseln.

Lebensrollen in Balance bringen

1. Dezember 2011

Burnout – scheinbar das Wort des Jahres 2011. Und egal, ob es sich dabei um eine “Mode-” oder “Ausweichsdiagnose” handelt. Die Begeisterung der Öffentlichkeit für diesen Begriff zeigt, dass das Phänomen des Ausgebranntseins und der außerordentlichen Erschöpfung uns allen nicht unbekannt ist.

Was können Sie für sich tun, um Ihr Leben auszubalancieren? Um ein Gleichgewicht von Anspannung und Entspannung zu erzielen? Ein einfacher Weg des Ausgleichs ist das Austarieren von Lebensrollen.

Work-Life-Balance, das Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben, liefert hierzu ein wichtiges Stichwort. Eine Ausgewogenheit der Lebensrollen erfordert allerdings ein feiner differenziertes Konzept – denn ausbrennen können Menschen auch privat.

Im Wesentlichen gilt es, drei Lebensrollen in ein persönliches Gleichgewicht zu bringen. Jeder Mensch braucht Raum für sein “Ich”, ein Mit-sich-selbst-sein ohne Anforderungen und Pflichten.  Jeder Mensch braucht auch Zeit für partnerschaftliche Beziehung. Und jeder Mensch braucht Lebensbezüge, in denen er leistet und Verantwortung übernimmt.

Wann immer Sie merken, dass eine dieser Rollen die anderen zu verdrängen droht, ist Ihre innere Balance in Gefahr. Am besten handeln Sie gleich und tarieren Ihre Lebensrollen neu aus.

Gefühle lesen lernen

31. Januar 2011

Unsere Emotionen sind uns ins Gesicht geschrieben. So die These des Psychologen Paul Ekman, nachzulesen in seinem Buch Gefühle lesen. Wenn wir mehr über uns und unsere Mitmenschen erfahren wollen, können wir lernen, die Sprache des Gesichts zu erkennen und richtig zu interpretieren.

Paul Ekman hat im Verlauf seiner Karriere über 10.000 verschiedene Gesichtsausdrücke fotografisch dokumentiert, katalogisiert,  und auf dieser Basis das Facial Action Coding System (FACS) entwickelt, eine Art Universallexikon für Mimik.

Denn seine Feststellung lautet: Mimik ist universal. Auf jedes Geschehen in unserem Leben reagieren wir im Bruchteil einer Sekunde mit einer Emotion, die von unserem Gesicht abgelesen werden kann. Das passiert unabhängig davon, ob uns selbst diese Bewertung bereits bewusst geworden ist.

Welchen Nutzen bietet die Fähigkeit, Gefühle mimisch zu erkennen?

Das ist ganz offensichtlich, wenn wir erkunden wollen, ob die Worte unseres Gegenübers deckungsgleich mit seinen Gefühlen sind. Auch für den Coach ist der Gesichtsausdruck ein wesentlicher Schlüssel zu den Emotionen seines Klienten. Ekman legt außerdem nahe, die Eigenwahrnehmung  zu trainieren, um eigene Gefühle besser lesen zu lernen.

Mit Bildern bewegen

14. Dezember 2010

Bewegung beginnt im Kopf - und zwar in Form innerer, von uns selbst kreierter Bilder. So der Tänzer, Choreograph und Autor Eric Franklin. Er zeigt, wie tiefgreifend Bilder wirken und Menschen buchstäblich in Bewegung setzen können.

Seine Methode, eine Weiterentwicklung der Ideokinese, fußt auf einer Fähigkeit des Menschen, die auch das NLP intensiv nutzt: Mit Bildern oder “Visionen” können wir körperliche, geistige und seelische Bewegungen einleiten, Neues gestalten und Veränderungen herbeiführen.

Zur Jahreswende eine gute Idee: Entwerfen Sie innere Vorstellungsbilder davon, wie Sie Ihren Körper und Ihr Leben zukünftig wahrnehmen wollen.

Veränderung wird dann “locker, leicht und dynamisch” in den Alltag kommen. Denn, so Franklin, “wir empfinden uns so und wir bewegen uns so, wie wir es uns vorstellen.”

Körper und Geist in Wechselwirkung sehen

4. Oktober 2010

Der Körper und seine Rolle als Mitgestalter psychischer Prozesse spielen im NLP und im Coaching immer schon eine bedeutende Rolle. Mit “Embodiment” nimmt dieser Zusammenhang seit einiger Zeit auch wissenschaftlich Gestalt an.

In ihrem Buch Embodiment. Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen zeigen die Psychotherapeuten bzw. Psychologen Wolfgang Tschacher und Maja Storch, der Neurobiologe Gerald Hüther und die Körpertrainerin Benita Cantieni, dass der Geist immer auch “verkörpert” ist.

Lebenshaltungen stehen in enger Verbindung zu Körperhaltungen. Wer – wie der Coach – Einstellungen zum Leben, oder – wie der Körpertherapeut -  Körperhaltungen beeinflussen will, sollte immer den Menschen als Ganzes in den Blick nehmen.

Der Coach nutzt den Körper zum einen als Quelle der Information. Zum anderen bringt er durch Anregung zur  Haltungsveränderung Dynamik in den Prozess der geistigen Veränderung. Der Körpertherapeut kann durch Mentalarbeit und Visualisierungen das Bewusstsein seiner Klienten für ihren Körper schärfen und sie dabei unterstützen, Verantwortung für ihren Körper zu übernehmen.

Die Zusammenhänge sind nicht neu. Doch dank dem Stichwort Embodiment beginnt  sich nun endlich die wissenschaftliche Begründungslücke zu füllen.

Das Gehirn optimal nutzen

5. Juli 2010

“Ihr Gehirn wird so, wie Sie es benutzen”. Umso wichtiger, ein informierter Gehirnbenutzer zu sein. Und noch wichtiger für den Coach, die Wirkfaktoren für Veränderung im Gehirn zu kennen.

Literatur zur Neuro-Biologie gibt es reichlich. Inzwischen auch in einer Sprache, die allgemeinverständlich ist. Mit Change. Bewegung im Kopf hat der NLP-Coach Constantin Sander jetzt ein Buch geschrieben, das insbesondere Coachs und Trainer bei ihrer Arbeit unterstützt.

Denn er nutzt neurobiologisches Wissen, um die Grundlagen für Veränderungsprozesse beim Menschen praxisorientiert zu erklären. Vor diesem Hintergrund prüft er gängige Trainings- und Coachingkonzepte auf ihre Tragfähigkeit und gibt anschauliche Hinweise, wie es uns gelingen kann, systemisches Denken in den Alltag zu integrieren.

Systemisch ist auch sein Modell zur Darstellung der Wechselwirkungen zwischen Körper und Geist. Das Fazit: Seien Sie beweglich, sowohl mental als auch körperlich.

Mit Coaching bewegen und bewegt coachen

3. März 2010

Frühling

Die Sprache bringt es auf den Punkt. Veränderung ist Bewegung.Und mit der Bewegung kommt der Körper ins Spiel. Was können Sie als Coach tun, damit der Bewegungs-Spielraum Ihres Klienten wächst?

Wer mit Coaching bewegen möchte, erreicht mehr, wenn er den Körper einbezieht. Der Körper kommuniziert, was der Verstand gerne übersieht.

Untersuchungen zeigen, dass über 80 Prozent unserer Kommunikation nonverbal über Körpersprache und Stimmqualität erfolgt. Um für das Coaching wesentliche Informationen zu gewinnen, kommt es daher neben gutem Zuhören auf die feine Beobachtung an.

Und wie gelingt es, den Handlungs-Spielraum des Klienten mit Bewegung zu erweitern? Zum einen, indem der Klient angeleitet wird, bewussten Kontakt zu seinem Körper und dessen Signalen aufzunehmen. Zum anderen durch bewegte Methoden, mit denen er spielerisch Neuland erobern kann.

Eine Entspannungsreise durch den Körper, das bewusste Arbeiten mit der Stimme, ein Coaching im Wald oder körperorientierte Methoden wie EFT und Wingwave ….. Der Phantasie beim bewegten Coachen sind keine Grenzen gesetzt.

Mit dem Körper coachen

1. Januar 2008

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Die klassische Domäne des Coachs ist das Mentale und sein Werkzeug das Wort. Doch Geist und Körper sind so eng miteinander verbunden, dass es sich für jeden Coach lohnt, körperorientierte Methoden in seine Arbeit zu integrieren.

Geist und Körper, so eine zentralen Vorannahme des NLP, sind Teile des gleichen Systems. Unsere Gedanken beeinflussen den Körper und unser Körper den Geist.

Der NLP-Coach nutzt dieses Wissen als wichtigstes Feedback-Instrument im Coaching-Prozess. Durch die Beobachtung der physiologischen Merkmale des Klienten wie zum Beispiel Gesichtsfarbe, Körperhaltung, Atmung und Stimme, erhält der Coach Hinweise darauf, wie seine Arbeit wirkt.

Doch mit dem sorgfältigen Beobachten körperlicher Veränderungen sind die Möglichkeiten des Coachs noch nicht ausgeschöpft. Der Coach kann auch direkt auf der Körperebene intervenieren, um mentale Prozesse in Gang zu bringen.

Der einfachste Weg dazu ist eine Veränderung der Körperhaltung des Klienten und der damit einhergehenden Atmung. Körperliche Bewegung bringt auch geistig mehr Beweglichkeit mit sich.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, körperorientierte Methoden zum Beispiel aus der Kinesiologie und der Energetischen Psychologie zum Einsatz zu bringen. Mit Hilfe dieser Methoden lassen sich nicht nur die Sinne schärfen und die Lernbereitschaft erhöhen. Sie helfen auch bei Blockaden und festgefahrenen Situationen.

Ein Coach, der „mit dem Körper“ coacht, wird schneller bessere Ergebnisse erzielen. Zugleich wird er feststellen, dass es eine Fülle körperorientierter Methoden gibt, die seine Arbeit unterstützen und oft beschleunigen können.

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