Archiv für 'NLP & NLP-Anwendungen'Kategorie

Wahrnehmen und Bewerten unterscheiden

3. September 2009

3 Personen

In der Regel möchten wir durch unsere Kommunikation keine Konflikte provozieren. Und doch tragen wir durch das Verwischen von Wahrnehmung und Bewertung zu Missverständnissen, Gekränktheiten und Auseinandersetzungen bei.

Wie Sie Klarheit in Ihre Kommunikation bringen können? Wichtigster Ansatzpunkt ist eine kleine persönliche Analyse.  Auf welchen Wahrnehmungen fusst das Urteil, das Sie gerade aussprechen wollen?

Eine Wahrnehmung umfasst dabei lediglich das, was Ihre fünf Sinne Ihn an Informationen zur Verfügung stellen. Wenn Sie also das, was Ihnen durch den Kopf geht, weder sehen, hören und fühlen noch schmecken und riechen können, dürfen Sie davon ausgehen, das es keine echte Wahrnehmung ist.

„Du bist unordentlich“ ist ein Urteil bzw.  meine persönliche Bewertung bestimmter Wahrnehmungen. „Ich sehe Deinen Schreibtisch voller ungeordneter Papierberge und nehme wahr, dass Dein Hemd ungebügelt ist“ beschreibt meine visuellen Wahrnehmungen.

Kommunizieren Sie Ihr Urteil immer erst dann, wenn Sie sich der zugrundliegenden Wahrnehmung sicher sind. So manche Bewertungen werden Sie nach Ihrer kleinen Analyse wahrscheinlich gar nicht erst aussprechen, weil sie vorschnell zustande kamen oder auf einem  „Vor-Urteil“ beruhten.

Die richtige Strategie wählen

21. August 2009

mann-junger

In schöner Regelmäßigkeit begegnen uns Schlagworte wie  Erfolgs-, Glücks- und Motivationsstrategie. Allein das Wort „Strategie“ verspricht, das eigene Schicksal gezielt beeinflussen zu können.

Doch wussten Sie, dass Sie – genau genommen – diese Strategien bereits seit langem kennen?

Für bestimmte Lebensbereiche und persönlichen Rollen wissen wir genau, wie wir erfolgreich, glücklich und motiviert sein können. Wir kommen nur nicht auf die Idee, dieses Wissen in die Felder unseres Lebens zu tragen, in denen uns diese Positivstrategien fehlen.

Dabei ist der Weg leicht, wenn Sie sich dazu entschließen, Ihre Positivstrategien einmal genauer zu analysieren. Was genau erleben Sie, wenn Sie zum Beispiel für Ihr Hobby motiviert sind?

Sind es reizvolle Bilder oder Klänge von der erwarteten Situation? Oder ist es die Vorfreude auf ein bestimmtes Gefühl? Welche Überzeugungen schwingen mit, wenn Sie an Ihr motivierendes Projekt denken?

Vergleichen Sie im Anschluss daran Ihr Erleben bei einem wenig motivierenden Projekt. Was lässt sich aus dem Positiverleben übertragen? Vielleicht die Idee, sich vor dem Start ein angenehmes Bild vom erwarteten Projekt zu machen? Vielleicht eine Überzeugung, die den Nutzen Ihres Projekts in einem motivierenden Licht erscheinen lässt?

Sie werden erstaunt sein, wie groß Ihr persönliches Expertenwissen in Sachen Erfolg-, Glück- und Motivatgionsstrategien ist.

Sich mit dem Angenehmen assoziieren

3. Juli 2009

bank-im-park2

Wir können jede Minute unseres Lebens frei wählen, auf welche Art wir uns selbst und die Welt wahrnehmen.  Als unmittelbar  Beteiligte … Oder als Zuschauer, die  emotional neutral auf sich selbst und auf das Geschehen blicken können.

Prüfen Sie doch einmal, ob Sie diese Wahlmöglichkeit bewusst in Ihrem Leben nutzen.

Wenn das Leben Angenehmes zu bieten hat, ist es wunderbar, mitten in diesem Moment zu sein und mit allen Sinnen  zu genießen. Im NLP wird diese Haltung Assoziation genannt. Weniger angenehme Situationen fühlen sich besser an, wenn Sie in die Zuschauerposition gehen, die Dissoziation.

Mit diesen beiden Zuständen können Sie spielen. Beispielsweise ist es nicht sinnvoll, Unangehmes mit hoher Intensität und ohne emotionale Distanz zu erleben. Gehen Sie also in die Dissoziation.

Umgekehrt erhöht es nicht die Lebensqualität, das Schöne im Leben dissoziert wahrzunehmen. Bei netten menschlichen Begegnungen, bei einem guten Essen und anderen erfreulichen Begebenheiten fühlte es sich am besten an, mit wachen Sinnen assoziiert zu erleben.

Schon nach kurzer Zeit werden Sie  merken, wie viel Schönes  es in Ihrem Leben gibt. Und Sie werden feststellen, wie souverän Sie auf einmal mit dem Unbill des Lebens umgehen können.

Persönliche Ziele wirkungsvoll formulieren

4. Mai 2009

mann-junger

In vielen Business-Trainings lernen Sie, wie Sie SMART zum Ziel kommen können.  Bei wichtigen persönlichen Zielen aber greift SMART zu kurz. Mit dem systemisch orientierten NLP-Zielrahmen erreichen Sie mehr.

SMART steht für die Zielkriterien spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert. Allesamt für den Unternehmenskontext wichtige Merkmale, auf die man sich im Team einigen kann.

Doch wichtige persönliche Ziele brauchen eine andere Dynamik, wenn sie wirkungsvoll und richtungsweisend sein sollen.

  • Persönliche Ziele steuern Ihr Leben. Sie können ganz spezifisch, dürfen aber auch visionär sein. Solange Sie Ihrer Meinung nach langfristig erreichbar sind.
  • Persönliche Ziele formulieren Kritierien für Ihr Glück und Ihre Zufriedenheit. Sie dürfen quantifizierbar, können aber auch nach emotionalen Maßstäben bewertet werden.
  • Persönliche Ziele bringen gewünschte Zustände auf den Punkt. Sie können einen zeitlichen Rahmen brauchen, aber auch zeitunabhängig formuliert sein.
  • Persönliche Ziele haben Auswirkungen. Der wichtigste Prüfstein für ein Ziel ist, ob es nicht nur kurzfristig, sondern auf  lange Sicht Ihren Lebensinteressen dient.

Es kann also durchaus clever sein, ganz „unsmart“ zum Beispiel  „Zufriedenheit“ oder „innere Ruhe“ als Ziel zu postulieren. Probieren Sie es aus.

Körper und Geist ausbalancieren

1. April 2009

frau

Im Alltag nehmen wir Körper und Geist oft als gegenläufige Kräfte wahr. Gelegentlich scheint sich der Körper gegen das zu sperren, was für seine Gesunderhaltung vernünftig erscheint. Dann wieder strebt der Geist nach Aktivitäten, die den Körper an seine Belastungsgrenze führen.

Wissen Sie, wie Sie Körper und Geist ausbalancieren können?

Eine Antwort liefert uns das System „Mensch“ selbst. Aus neurobiologischer Perspektive gibt es eine Brücke, die Körper und Geist miteinander in Verbindung bringt.

Diese Brücke besteht aus den physisch-psychischen Rückmeldungen unseres Körpers, also aus Körperempfindungen und Emotionen.

Die Emotionen  bzw. fühlbaren Rückmeldungen auf unser Handeln und Denken greifen neuronal auf die gleichen Schaltkreise zurück, die für Gedanken, Handlungsabläufe und Bewegungen zuständig sind.

Wenn Sie Ihre Emotionen bewusst wahrnehmen und „achtsam“ damit umgehen, stellen Sie die Verbindung zwischen Körper und Geist wieder her. Sie erhalten unmittelbare Rückmeldung auf Ihr Denken sowie Handeln und bringen Körper und Geist in ein neues Gleichgewicht.

Magische Fähigkeiten trainieren

3. März 2009

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Magie fasziniert. Beispielsweise, wenn professionelle „Gedankenleser“ wie Thorsten Havener ihr Können auf der Bühne demonstrieren. Zwar glauben wir nicht wirklich an Übersinnliches oder Hellseherei. Aber die außergewöhnlichen Fähigkeiten der Magiere schlagen uns in ihren Bann.

Doch was passiert, wenn der Magier uns dazu einlädt, genau dieses magische Tun in unseren Alltag zu integrieren?

Haveners Botschaft: Die Kunst des Gedankenlesens beruht auf Fähigkeiten, die jedem von uns zur Verfügung stehen. Eine geschulte Wahrnehmung, ein Blick für die Körpersprache unseres Gegenübers sowie ein gezielter Umgang mit Sprache eröffnen uns Fähigkeiten, die uns bislang beinahe hellseherisch vorkamen.

Haveners Quellen: Neben den Studien von Samy Molcho zur Körpersprache sowohl das Neurolinguistische Programmieren als auch die Techniken der Hypnose nach Milton Erickson.

Haveners Leistung: Uns für unsere eigenen magischen Qualitäten zu sensibilisieren, ohne dabei zu verschweigen, welch intensiven Trainings die Nutzung dieser Fähigkeiten bedarf.

Nehmen Sie die Herausforderung an?

Positive Anker setzen

2. Februar 2009

gruppe

Quasi per Knopfdruck in einen angenehmen Zustand kommen – das klingt zu schön, um wahr zu sein. Und doch erleben Sie mit Sicherheit häufig das Prinzip, auf dem der schnelle Zustandswechsel beruht.

Denn in Verlaufe unseres Lebens haben wir (un-)bewusst zahlreiche Sinnesreize  mit einem bestimmten Erleben verknüpft.

Der Duft unseres Sonnenöls kann uns in Sekundenschnelle wieder zurück in unser Urlaubserleben führen. Allein der Blick auf das Foto einer geliebten Person kann warme Gefühle hervorbringen.

Umgekehrt gibt es auch unangenehme Koppelungen von Erleben und Reiz. Vielleicht ist es ein bestimmtes Wort oder eine Geste, die uns schmerzhaft an eine bestimmte Person oder ein Ereignis erinnert. Vielleicht ein Geruch, der auch ohne echten Anlass Gefahr heraufbeschwört.

Das “Knopfdruckprinzip” nutzen können Sie, indem Sie von nun an bewusst ein besonders positives Erleben mit einem Sinnesreiz verbinden:

Eine besonders entspannte Situation können Sie bewusst mental fotografieren, damit die Erinnerung des Bildes die gleiche Entspannung hervorrufen kann. Tolle Teamsituation können Sie mit einer gemeinsamen Geste ankern, so dass das Team bei Bedarf auf diese Kraftquelle zurückgreifen kann.

Mit Nähe und Distanz spielen

8. Januar 2009

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Das Spiel mit Nähe und Distanz kennen Sie aus Ihrer Erfahrung mit Zeit. Je weiter wir uns zeitlich von einem Ereignis entfernen, um so blasser wird die damit verknüpfte Erinnerung. Ob beabsichtigt oder nicht.

Warum also nicht aktiv Nähe oder Distanz wählen, wenn Sie ein Geschehen auf eine angenehme Art erleben wollen?

Wenn Sie sich beispielsweise in einem Konflikt befinden und emotional geladen sind, können Sie sich eine Zeitreise in die Zukunft gönnen. Wie wirkt der Konflikt aus mehrjährigem Abstand auf Sie? Welche Erkenntnisse gewinnen Sie aus der Distanz?

Umgekehrt können Sie auch Entfernungen verringern und engeren Kontakt mit Geschehnissen und Personen aufnehmen. Wie fühlt es sich an, wenn Sie sich ganz in ein angenehmes Erlebnis Ihrer Wahl hineinbegeben? Mit allen Sinnen dabei sind? Eben auf eine angenehme Weise mittendrin?

Mit etwas Übung können Sie nun entscheiden, wie nah oder fern Sie am Geschehen teilhaben wollen.

Einen guten Rahmen finden

16. Dezember 2008

bank-im-park2

Denken Sie an ein Bild. Ein wesentlicher Teil seiner Wirkung beruht auf dem gewählten Rahmen. Nicht anders verhält es sich mit persönlichen Themen. Je nach Kontext  kann eine Begebenheit, ein Verhalten oder ein Gedanke fruchtbar oder störend sein. Warum also nicht auch bei persönlichen Themen einfach einen günstigen Rahmen wählen?

Stellen Sie sich beispielsweise vor, wie Ihnen in der Hektik des Tages ein kleines Missgeschick passiert. Im engen Rahmen des Geschehens Grund genug, ärgerlich zu sein.

Was passiert mit Ihrem Ärger, wenn Sie das Ereignis in einen viel größeren Rahmen, vielleicht den eines ganzen Monats oder Jahres, stellen? So wichtig ist das Missgeschick dann vielleicht auch wieder nicht.

Anstatt eines größeren Rahmens könnten Sie auch einen lustigen Rahmen wählen. Wie geht es Ihnen, wenn Sie das Geschehen mit Komik oder Humor umrahmen?

Ihren Rahmungskünsten sind keine Grenzen gesetzt. Gibt es eine Rahmenfarbe, die das Geschehen in ein neues Licht tauchen kann? Ein sanftes Rosa, das Ihr Gemüt beruhigt? Probieren Sie einfach aus, welche Rahmungstechnik Ihnen am besten gefällt.

Mit Fragen führen

20. November 2008

mann-junger

Wer fragt, der führt. So eine wichtige Faustregel der beruflichen Kommunikation. Der Führungs-Alltag sieht jedoch zumeist anders aus. Überprüfen Sie für sich selbst: Bieten Sie lieber eigene Antworten an oder üben Sie sich in der Kunst, Menschen durch gezielte Fragen zu Ihren eigenen Lösungsideen zu führen?

Die Methode ist einfach und leicht erlernbar: Wer Menschen Fragen stellt, regt sie zum Nachdenken und Finden eigener Lösungen an. Vorausgesetzt, die Fragen sind offen gestellt, also nicht mit einem einfachen Ja oder Nein zu beantworten:

  • Wie wollen Sie vorgehen?
  • Welchen ersten Lösungsschritt schlagen Sie vor?
  • Was erscheint Ihnen dabei als besonders wichtig?

Offene Fragen appelieren an die Eigenverantwortung des Befragten und stärken seine Kompetenz. Wer eigene Lösungen findet, dessen Selbstständigkeit wächst. Umgekehrt kann der Führenden von einem größeren kreativer Freiraum für die Lösung eigener Aufgaben profitieren.

Warum diese einfache Methode in der Praxis noch nicht so verbreitet ist?

Einige scheuen den Zeitaufwand, der zunächst mit der Fragemethode verbunden ist. Andere verlieren schon mal die Lösungskompetenz des Mitarbeiters aus dem Auge. Und viele verstehen es einfach als Führungsverpflichtung, den Mitarbeiter durch fertige Antworten von der eigenen Sachkomptenz zu überzeugen.

Und Sie? Für welche Führungsmethode entscheiden Sie sich? Welcher Nutzen der Methode steht für Sie im Vordergrund?