Posts Tagged ‘Reframing’

Durch Fragen verändern

2. November 2009

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Dass eine Frage das Leben verändern kann, weiß zum Beispiel jeder, der einmal einen Heiratsantrag erhalten hat. Dass solche Fragen „wie Küsse“ schmecken können, leuchtet uns ein. Coach Carmen Kindl-Beilfuß fordert uns nun auf, auch andere Fragen an Menschen mit der gleichen Leidenschaft  zu formulieren.

In Fragen können wie Küsse schmecken beschreibt sie nicht nur die Technik der systemischen Frageformulierung. Sie  zeigt, wie charmante und zugleich überraschende Fragen Bewegung in unser Denken, Fühlen und Handeln bringen können.

Gute Fragen, so Kindl-Beilfuß, zeugen von einer exzellenten Beobachungsgabe. Sie signalisieren, dass der Fragende sich in einem tiefen Sinne für die Antworten des Befragten interessiert. Gute Fragen sind das Gegenteil von Suggestivfragen, in denen die Antwort bereits enthalten ist.

Wie Sie merken, dass Sie gute Fragen stellen?

Wann immer Ihr Gesprächspartner überrascht ist, nachdenklich wird und schließlich sogar über seine eigenen Antworten staunt, haben Sie mit Ihrer Frage Bewegung erzeugt.

Mit Nähe und Distanz spielen

8. Januar 2009

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Das Spiel mit Nähe und Distanz kennen Sie aus Ihrer Erfahrung mit Zeit. Je weiter wir uns zeitlich von einem Ereignis entfernen, um so blasser wird die damit verknüpfte Erinnerung. Ob beabsichtigt oder nicht.

Warum also nicht aktiv Nähe oder Distanz wählen, wenn Sie ein Geschehen auf eine angenehme Art erleben wollen?

Wenn Sie sich beispielsweise in einem Konflikt befinden und emotional geladen sind, können Sie sich eine Zeitreise in die Zukunft gönnen. Wie wirkt der Konflikt aus mehrjährigem Abstand auf Sie? Welche Erkenntnisse gewinnen Sie aus der Distanz?

Umgekehrt können Sie auch Entfernungen verringern und engeren Kontakt mit Geschehnissen und Personen aufnehmen. Wie fühlt es sich an, wenn Sie sich ganz in ein angenehmes Erlebnis Ihrer Wahl hineinbegeben? Mit allen Sinnen dabei sind? Eben auf eine angenehme Weise mittendrin?

Mit etwas Übung können Sie nun entscheiden, wie nah oder fern Sie am Geschehen teilhaben wollen.

Einen guten Rahmen finden

16. Dezember 2008

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Denken Sie an ein Bild. Ein wesentlicher Teil seiner Wirkung beruht auf dem gewählten Rahmen. Nicht anders verhält es sich mit persönlichen Themen. Je nach Kontext  kann eine Begebenheit, ein Verhalten oder ein Gedanke fruchtbar oder störend sein. Warum also nicht auch bei persönlichen Themen einfach einen günstigen Rahmen wählen?

Stellen Sie sich beispielsweise vor, wie Ihnen in der Hektik des Tages ein kleines Missgeschick passiert. Im engen Rahmen des Geschehens Grund genug, ärgerlich zu sein.

Was passiert mit Ihrem Ärger, wenn Sie das Ereignis in einen viel größeren Rahmen, vielleicht den eines ganzen Monats oder Jahres, stellen? So wichtig ist das Missgeschick dann vielleicht auch wieder nicht.

Anstatt eines größeren Rahmens könnten Sie auch einen lustigen Rahmen wählen. Wie geht es Ihnen, wenn Sie das Geschehen mit Komik oder Humor umrahmen?

Ihren Rahmungskünsten sind keine Grenzen gesetzt. Gibt es eine Rahmenfarbe, die das Geschehen in ein neues Licht tauchen kann? Ein sanftes Rosa, das Ihr Gemüt beruhigt? Probieren Sie einfach aus, welche Rahmungstechnik Ihnen am besten gefällt.

Die richtigen vier Fragen stellen

19. Juni 2008

„Entweder man klammert sich an seine Gedanken“, so Byron Katie,“oder man überprüft sie. Es gibt keine andere Möglichkeit.“ Mit vier einfachen Fragen unterstützt sie Menschen dabei, zu einer neuen Denkweise über ihre Probleme zu kommen.

Byron Katies These in „Lieben was ist. Wie vier Fragen Ihr Leben verändern können“: Wie auch immer Sie eine Situation bewerten – die Verantwortung für diese Sichtweise liegt ganz bei Ihnen selbst. Ihr Lösungsweg: Vier Fragen zu Ihrem Problem, die Sie konsequent zur Übernahme der eigenen Verantwortung führen.

Die erste und zweite Frage : „Ist das wahr?“ – „Können Sie absolut sicher wissen, dass das wahr ist?“

Sollten Sie nicht mit einem klaren „Ja“ antworten können, gilt es, den eigenen Gedanken zum Problem zumindest in Frage zu stellen.

Die dritte Frage: „Wie reagieren Sie auf diesen Gedanken?“

Diese Frage verdeutlicht Ihnen schnell, welche Folgen es für Ihr Handeln hat, so und nicht anders über die Situation zu nachzudenken. Trägt nicht Ihr Gedanke genau zu dem Problem bei, das Sie eigentlich gelöst wissen wollen?

Die vierte Frage: „Wer wären Sie ohne diesen Gedanken?“ – Und die Aufforderung, Ihre Problemformulierung umzukehren.

Mit der vierten Frage eröffnen Sie sich neue Denk- und Handlungsspielräume jenseits des zunächst von Ihnen beschriebenen Problems.

Und mit der Umkehrung der Problemformulierung vielleicht eine ganz konkrete Handlungsaufforderung an sich selbst: Nicht der andere, sondern Sie sind gefordert, auf eine neue Art zu denken oder zu agieren.

Byron Katies Fragen sind eine hervorragende Ergänzung der klassischen Metafragen, die NLP´ler zum Hinterfragen von Glaubenssätzen und Überzeugungen verwenden. Für (Noch-)Nicht-NLP´ler sind sie ein leicht zugänglicher Einstieg in eine Denkweise, die Eigenverantwortung konsequent in den Mittelpunkt stellt.

Einen neuen Rahmen finden

1. Februar 2008

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Sie kennen das. Ein Problem oder persönliches Thema drückt Sie und Sie wissen nicht so recht, wie Sie damit umgehen sollen.

Sollten Sie jetzt „positiv“ denken nach dem Motto: „so schlimm ist es nun auch wieder nicht“? Oder sollen Sie sich besser ganz auf Ihr negatives Gefühl einlassen und vielleicht mit Konfrontation reagieren?

Wie wäre es mit einem ganz neuen Weg? Zum Beispiel der Neurahmung. Mit dieser NLP-Technik, in Englisch Reframing genannt, können Sie für Ihr Erleben einen entspannteren Bedeutungsrahmen finden.

Oft bedrückt Sie ein Geschehen, weil Sie sicher sind, dass es für Sie eine unangenehme, vielleicht sogar schmerzhafte Bedeutung hat. Mindestens eine von zwei einfachen Fragen offenbart Ihnen in einem solchen Fall, dass es weitere Deutungsmöglichkeiten der Situation gibt.

Die erste Reframing-Frage lautet: „Welche Bedeutung kann dass von mir beobachtete oder erlebte Geschehen noch haben (außer der negativen, die mir bereits altertraut ist)“?

Beispielsweise deutet die Absage eines Freundes vielleicht nicht auf eine Verschlechterung Ihrer Beziehungen, sondern vielmehr auf seine ungewöhnlich hohe Belastung im Beruf hin.

Hier die zweite Frage, mit der Sie das von Ihnen erlebte Geschehen neu rahmen können: „In welchem Zusammenhang oder Lebensbereich stellt das von mir beobachtete Problem eventuell sogar eine besondere Fähigkeit oder eine Nutzen stiftende Eigenschaft dar?“

Ist die vielleicht von Ihnen im Privatleben beklagte Pedanterie eines Menschen nicht auch sein Kapital für einen Beruf, bei dem es auf äußerste Präzision ankommt?

Selbst wenn Sie nicht gleich von jedem Ihrer Reframings überzeugt sein werden, so werden Sie doch schnell bemerken, wie groß Ihr persönlicher Deutungsspielraum ist. Mit geistiger Flexibilität und einer Prise Humor offenbart sich so manches Dilemma als ein akzeptables, vielleicht sogar vorteilhaftes Geschehen.