Hypnotisch zum Ziel gelangen

1. August 2016

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Du kannst schaffen, was Du willst, lautet das Versprechen des Hypnotiseurs Jan Becker in seinem Buch zur Kunst der Selbsthypnose. Im Trancezustand können wir auf die kreativen Fähigkeiten der rechten Gehirnhälfte zugreifen und innere Türen zur Veränderung öffnen: Ungünstige Angewohnheiten, Krankheits-Symptome, Stress und lästige Gedanken kommen unter Kontrolle. Motivation, Spaß und Zielstrebigkeit wachsen. Auch die Partnerschaft profitiert.

Anschaulich und locker stellt Becker zusammen, was in den Feldern NLP, Hypnose, Coaching und Neurobiolgie zum Standardwissen gehört. Er liefert viele praktische Anleitungen, anschauliche Bespiele, Tipps und Trancetexte, mit denen es Laien gelingt, selbst in Hypnose zu gehen und hypnotische Techniken in den Alltag zu integrieren. Kleine Experimente erlauben außerdem, sofort Wirkungen nachzuprüfen und an sich selbst zu verspüren.Hypnose verliert das Geheimnisumwobene, das bei vielen Menschen Distanz zu diesem Phänomen und dieser praktischen Selbstmanagementmethode geschaffen hat.

Mit diesen Qualitäten hat es Becker den Sprung in die Spiegel-Bestseller-Liste geschafft. Bei Amazon wird sein Buch außerdem zur Zeit als Bestseller Nr. 1 in der Katetorie Meditationseinführungen & -techniken geführt. Für Hypnose-und NLP-Erfahrene, aber auch für NLP-Einsteiger gibt es allerdings meiner Meinung nach bessere Bücher. Doch die Sehnsucht, das zu schaffen, was man will, ist offennbar groß. Das Versprechen des Klappentexts, mit Selbsthypnose den Zugriff auf die automatischen Kontrollzentren unseres Geistes und Körpers zu erlangen, übt offenbar hohe Anziehungskraft aus.

 


Selbstentwicklung oder Selbstoptimierungswahn?

29. Juni 2016

 

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Schon mehr als drei Jahrzehnte beschäftigt uns die Idee der Selbstoptimierung. Nicht zuletzt NLP selbst hat dem Selbstoptimierungsdrang Vorschub geleistet. Der Coaching-Boom hat das Streben nach dem Optimum noch verstärkt. Doch natürlich hat sich auch bereits eine Gegenbewegung formiert. Titel wie Du sollst nicht funktionieren von Ariadne von Schirach zeigen, dass das Selbstentwicklungskonzept immer wieder einseitig perfektionistisch und fehlerorientiert verstanden wird. Also doch So scheiße bleiben, wie man wirklich ist, wie Rebecca Niazi-Shahabi in ihrem Buchtitel fordert?

Natürlich nicht. Aber es gilt, die Maßstäbe und Werte zu klären, an denen sich menschliche Entwicklung ausrichten kann. Sebstoptimierung orientiert sich am Perfektionismus. Dieser nährt sich von der Idee, ein fiktives Optimum zu einhundert Prozent leben zu können. Bei genauerer Betrachtung ist das eine lebens- und entwicklungsfeindliche Idee, da sich bei lebenden, sich permanent in Anpassung an die Umwelt verändernden Systemen, wie Menschen sie sind, kein statischer Optimalzustand definieren lässt.

Was in einem bestimmten Moment optimal funktioniert, kann zu einer anderen Zeit durchaus dysfunktional sein. Eigentlich bedeutet Selbstentwicklung ja, genau dieses Phänomen zu akzeptieren und zu verstehen. Wenn aber Perfektionismus in die Irre führt, welche Ideen, Werte und Konzepte können dann Orientierung für die eigene Entwicklung bieten? Und was können Methoden und Techniken des Selbstmanagements überhaupt realistischerweise dazu beitragen?

Aus systemischer Warte ist Persönlichkeitsentwicklung immer ein höchst individueller Prozess, der zuallererst Orientierung am inneren Gleichgewicht und Wohlbefinden braucht. Richtet sich Selbstoptimierung an vorgegebenen Schablonen aus, ist also fremdbestimmt, bedeutet Selbstentwicklung im Gegensatz dazu, eigene Maßstäbe zu erforschen, kennenzulernen und zu leben. Selbstentwicklung ist immer auch Selbstentdeckung, ein Kennenlernen und Erkunden der eigenen Maßstäbe.

Methoden und Techniken wie das systemische Coaching mit NLP können letztendlich nur Anregungen zur Selbstentwicklung bieten und selbstregulative Prozesse stimulieren. Orientiert sich diese Entwicklung an lebenswerten persönlichen Visionen und Zielen, kommen Menschen sich bei diesem Prozess näher, anstatt sich durch perfektionistische Selbstkritik von sich zu entfernen.


Coaching wirkt

1. Juni 2016

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Dass Coaching wirkt, ist bislang weder von Coachs noch von Unternehmen, welche die Dienstleistung Coaching einkaufen,  angezweifelt worden. Inzwischen weisen aber auch wissenschaftliche Erkenntnisse die Wirksamkeit von Coaching im organisationalen Kontext nach. Mehr noch: Insbesondere durch die Metanalysen bereits vorliegender Forschungsergebnisse lässt sich nun detaillierter zeigen, welche Effekte mit Coaching erzielt werden können.

Wo wirkt Coaching?

Alle in den Metaanalysen ausgewerteten Untersuchungen weisen die Wirksamkeit von Coaching nach. Es gibt allerdings eine Bandbreite an Effekten, so dass nun auch behauptet werden darf, dass nicht jede Coaching-Intervention gleich wirksam ist. Die größte Effektstärke ist beim Thema Zielerreichung zu erkennen, gefolgt von der Steigerung der Leistungskraft bzw. Performance. Auch die Arbeitseinstellung und das persönliche Wohlbefinden sowie die Fähigkeit zum Entwickeln von Strategien zur (Problem-)Bewältigung in Teams wachsen mit Coaching an.

Was entscheidet über den Coaching-Erfolg?

Interessanterweise, so die Ergebnisse der Metaanalysen, hängt die Wirksamkeit eines Coachings nicht unbedingt von seiner Dauer oder der Anzahl der Sitzungen ab. Auch im Vergleich der Methode des Face-to-Face-Coaching mit dem Blended-Coaching ließen sich keine relevanten Unterschiede erkennen. Lediglich beim Vergleich von externem mit internem Coaching ließen sich leichte Vorteile für das interne Coaching erkennen.  Auch als Feedback-Instrument im Unternehmen bewährt sich Coaching, sofern nicht viele unterschiedliche Aspekte, sondern einige Fokusthemen klar im Mittelpunkt stehen.

Wie wichtig ist die Beziehungsqualität?

Entscheidenden Einfluss auf den Erfolg eines Coachings hat selbstverständlich die Qualität der Beziehung zwischen Coach und Klient. Die Stichworte Empathie, Wertschätzung und emotionale Unterstützung, aber auch Dominanz, kennzeichnen erfolgreiche Coach-Interaktionen. Zu einem guten Coaching gehören außerdem Vertrauen sowie die Bereitschaft zur Zusammenarbeit bzw. ein klares Committment von Coach und Klient.

Welche Instrumente bewähren sich besonders?

Auf der Ebene der Strategien und Techniken bewähren sich die Instrumente Zielklärung und -konkretisierung, Ressourcenaktivierung, individuelle Analyse und Anpassung,  ergebnisorientierte Selbstreflexion, ergebnisorientierte Problemreflexion, eine regelmäßige Evaluation des Verlaufs, die Umsetzungsunterstützung sowie die Methodenvielfalt. Fragenstellen,  Zuhören und Feedback sind wiederum, wie es einer der Wirkungsforscher nennt, „Umsetzungsvehikel“, die nicht nur Ziele klären und Probleme sowie Ressourcen reflektieren helfen, sondern Empathie, Wertschätzung und emotionale Unterstützung zum Ausdruck bringen.

Noch eine weitere Wirkebene gilt es in den Blick zu nehmen. Die organisationale Unterstützung, z. B. durch die Vorgesetzten des Klienten oder durch den Einsatz finanzieller Ressourcen erhöhen die Chancen auf ein erfolgreiches Coaching.

Honorare im Coaching

2. Mai 2016

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Was verdient ein Coach? Jürgen Graf, Beobachter des Weiterbildungsmarkts für die Zeitschrift managerSeminare, ist dieser Frage im Rahmen der Honorar- und Gehaltsstudie Weiterbildungsszene Deutschland 2016 nachgegangen. Die wichtigste Zahl: Der durchschnittliche Umsatz, den ein Coach im Jahr 2015 mit Coachings erzielte, belief sich auf 15.792 Euro. Coaching ist ganz offensichtlich ein Teilgeschäft.

Im Vergleich zu 2012 sind die Honorare für Coachings weitgehend stabil. Im Durchschnitt konnten Coachs nur eine geringe Erhöhung ihres Honorars von 6 auf 168 Euro erzielen. Die Honorare im Unternehmensmarkt differierten jedoch stark von Privatkundenhonoraren.  Für ein Unternehmes-Coaching wurden im Schnitt 168 Euro, für ein Privatkunden-Coaching dagegen nur 145 Euro gezahlt. Toplevel-Führungskräfte entrichteten 232 Euro pro Coaching-Stunde.

Auch geschlechtsspezifische Unterschiede fallen auf: Männliche Coachs verdienten pro Coaching-Stunde 50 Euro mehr als ihre Kolleginen, die im Durchschnitt 148 Euro  einnahmen. Die höchsten Honorare erzielten institutionelle Anbieter und Freiberufler. Nebenberufler dagegen erwirtschafteten mit 120 Euro den geringsten Stundensatz.

Jürgen Graf deutet diese Ausdifferenzierung als Professionalisierung des Coachs-Berufs, der ganz offensichtlich inzwischen ein Vollzeitengagement voraussetzt. Aufgrund des Teilgeschäft-Charakters von Coaching ist außerdem anzunehmen, dass hohe Honorare nur im Rahmen eines unternehmensnah angesiedelten Produktportfolios, zum Beispiel in Form von Beratungs- und Trainingsleistungen, erzielt werden können.


Kommunikation von Bäumen lernen

1. April 2016

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Kommunikation von Bäumen lernen? Eine merkwürdige Idee. Sind doch Bäume sprachlose und zugleich stationäre, zum räumlichen Perspektivwechsel unfähige Wesen. Wie soll unter diesen Voraussetzungen Austausch gelingen? Peter Wohlleben, Förster und Natürschützer, hat genauer hingeschaut. In seinem Buch Das geheime Leben der Bäume beschreibt er, was Bäume fühlen und wie sie kommunizieren.

Mit seiner Sicht auf Bäume verändert Wohlleben nicht nur unsere Vorstellung von Wäldern. Er vertieft auch unser Verständnis für die Interdependenz aller Lebewesen und die Komplexität nichtsprachlicher Kommunikation in der Natur. Bäume kommunizieren geruchlich, optisch, elektrisch auch auch akustisch. Sie sind im gleichen Maße wie wir soziale Lebewesen, unfähig, isoliert zu leben.

So brauchen sich Bäume gegenseitig. Ein Buchenwald beispielsweise ist produktiver, wenn die Bäume dicht stehen. Förster irren daher, wenn sie jedem einzelnen mehr Raum verschaffen. Auch Jungbäume profitieren von großer Nähe und dem Schatten eines Senior- oder Mutterbaums. Erhalten sie in den ersten Lebensjahren zu viel Licht, wachsen sie zwar schnell. Ihnen fehlt jedoch die nötige Reife, um mit den verschiedensten Umweltbedingungen gut umgehen zu können.

Aber auch die gute Baum-Zusammenarbeit reicht nicht aus, um optimale Lebensbedingungen zu schaffen. Genauso wichtig ist das kooperative Miteinander mit anderen Waldbewohnern. Bäume brauchen Freunde, um überlebenswichtige Informationen weiterzutragen und die Baumwelt miteinander zu vernetzten. Diese Funktion übernehmen vor allem Pilze, die in der Lage sind, ganze Wälder zu vernetzen und Nachrichten über Insekten, Dürren und weitere Gefahren zu übermitteln.

Wohlleben liefert überraschende und faszinierende Einblicke in eine Kommunikationswelt, die sich doch eigentlich nicht so sehr von der menschlichen Welt unterscheidet. Im Unterschied zu Bäumen versuchen wir allerdings immer wieder, aus der sozialen Kommunikation auszusteigen und kurzfristig wirksame, aber langfristig ökologisch kontraproduktive Lösungsansätze zu entwerfen.


Der coachende Führungsstil kommt

7. März 2016

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Für die repräsentative Studie „Emotionale Führung am Arbeitsplatz“ hat die  Unternehmensberatung Rochus Mummert 1.000 deutsche Arbeitnehmer befragt. Das positive Ergebnis aus Sicht der Studienmacher: 23 Prozent der  Befragten geben an, im Unternehmen „nicht als Zielgruppen, sondern als Menschen“ angesprochen zu werden, so Dr. Hans Schlipat, Managing Partner der Rochus Mummert-Gruppe.

Die Studie plädiert für eine Art der Führungstätigkeit, bei der Mitarbeiter individuelle Unterstützung und Raum für Entwicklung erfahren. Der coachende Führungsstil entwickelt Potenziale und weckt ein Maximum an Motivation. Die persönliche Ansprache der Mitarbeiter steigert nicht nur die Identifikation mit der Aufgabe. Sie fördert auch die Bereitschaft, Unternehmensentwicklungen emotional mitzutragen.

Die Studie belegt aber auch: Noch immer bevorzugen viele Unternehmen den direktiven Führungsstil. Immerhin 24 Prozent der Befragten berichten von einer Befehlskultur in ihrem Arbeitsalltag. Die Studie plädiert daher für eine weitere Öffnung der Führungs- und Leistungskultur. Sowohl zielgerichtete Führungskräfte-Coachings im Unternehmen als auch eine Coaching-Qualifizierung der Führungskräfte kann dazu beitragen, die nötige Öffnung zu vollziehen.


Weiterentwicklung anstreben

1. Februar 2016

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Die Herausforderungen, mit denen Führungskräfte tagtäglich umzugehen haben, wachsen stetig. Führungskräfte klagen vor allem über die zunehmende Komplexität ihrer Aufgaben. Mangelnde Unternehmensstrukturen und geringe Strategieklarheit, so ihre Wahrnehmung, tragen noch zur Verschärfung ihrer Berufssituation bei.

Über 80 Prozent der Befragten sehen aus diesem Grund in ihrer persönlichen Weiterentwicklung den Schlüssel zur Lösung. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Galileo Institut, Köln, im vergangenen Jahr auf der Basis der Befragung von 61 Führungskräften durchgeführt hat.

Neu im Ranking der bedeutendsten Führungsherausforderungen ist, neben der Klage über die immer schwierigere Planbarkeit, der konstatierte Mangel an Mitarbeitern, die eigenverantwortlich handeln.

Sahen 2014 noch viele Führungskräfte im Gruppen-Coaching mit Gleichgesinnten eine Lösung, so favorisieren jetzt das Einzel-Coaching. Insbesondere der Coach als Sparrings-Partner ist bei Führungskräften gefragt.

„Für Führungskräfte wird der offene, vertrauensvolle Gedankenaustausch mit einem Partner, der sie wirklich versteht, immer wichtiger“, erklärt Gudrun Happich, die Leiterin des Galileo Instituts. Sie betont, dass auch Business Coachs gefordert sind, sich auf diese neue Bedürfnislage einzustellen.


Den inneren Schweinehund befreien

4. Januar 2016

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Alle Jahre wieder nehmen wir uns vor, im neuen Jahr bewusster, zielorientierter, sportlicher, auf jeden Fall aber gesünder zu leben … um dann oft schon nach kurzer Zeit festzustellen, dass sich mit dem Jahreswechsel unsere Art des Umgangs mit Zielen nicht gewandelt hat. Die Verantwortung dafür geben wir dem „inneren Schweinehund“, dieser vermeintlich bösen inneren Stimme, die für das Beibehalten alter Gewohnheiten plädiert. Warum nicht den Schweinehund aus der Verantwortung entlassen und stärker auf die eigene Wahrnehmung vertrauen?

Stattdessen bleiben wir Jahr für Jahr bei der naiven Idee, den Schweinehund als Verantwortlichen für unser Scheitern einfach verjagen zu können. Hier zeigt sich das erste Motiv für die große Stärke des „inneren Schweinehunds“: Die Drohung, verjagt zu werden, macht ihm selbstverständlich Angst und provoziert ihn zu trotzigen Verteidigungsschlägen.

Und damit kommen wir zum zweiten Motiv: Der „innere Schweinehunde“ ist sensibel und will  wahrgenommen werden. Beim Schmieden unserer mitunter radikalen Neujahrs-Pläne aber missachten wir seine Stimme und sein Gefühl. Wir hören erst auf ihn, wenn er laut knurrend und völlig übertrieben auf seine Einwändungen hinweist. Schnell geben wir dann nach, um kurz darauf wütend auf unsere eigene Nachgiebigkeit zu sein.

Und schon sind wir beim dritten Motiv für die Stärke unseres Schweinehunds angekommen: Je weniger wir seine Existenz wahrhaben wollen, umso treuer bleibt er uns erhalten. Denn die Aufgabe, Bedenken, Zweifel und Einwände gegen Ziele und Pläne wahrzunehmen, haben wir ganz an ihn delegiert.

Warum also nicht überdenken, wie wir an Ziele herangehen? Ein wichtiger Schritt dazu ist die Würdigung alter Lebensmodelle. Wer versteht, weshalb er bislang nicht so ehrgeizig, so sportlich und so gesund wie möglich gelebt hat, entwickelt einen besseren Zukunftsplan. Er würdigt mögliche Bedenken, für die früher der „innere Schweinehund“ zuständig war.

Durch das Vertrauen auf die eigene Wahrnehmung erhöht sich die Flexibilität beim Umsetzen und Anpassen von Zielen. Diese Herangehensweise besänftigt nicht nur Schweinehunde. Sie führt auch entspannter und nachhaltiger zum gewünschten Erfolg

 

 

 


Gesund bleiben als Führungskraft

9. Dezember 2015

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Führungskräfte sind hohen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt. Erfolgsdruck, Arbeitsverdichtung und permanente Erreichbarkeit gelten als gesundheitsgefährdende Faktoren. Gleich mehrere Studien haben sich 2015 daher dem Thema Führungskräftegesundheit gewidmet. Der Tenor: Deutsche Führungskräfte sind sehr gesundheitsbewusst und achten auf gesunde Ernährung sowie Bewegung. Dennoch geht der Arbeitsalltag nicht spurlos an ihnen vorbei.

Die Studie „Psychische Gesundheit von Manager/innen“ der SRH Hochschule Heidelberg stellt fest, dass Führungskräfte besonders häufig an Burnout und Depression leiden. Auf der Basis einer Befragung von bundesweit insgesamt 282 Führungskräfte unterschiedlicher Führungsebenen und Branchen idenifiziert die Studie als die Psyche gefährdende Faktoren insbesondere Arbeitsintensität, emotionale Anforderungen, eine unausgewogene Work-Life-Balance sowie berufsspezifische Rollenkonflikte.

Die Studie „Wie fühlt sich Deutschlands Führungsetage?“, von TNS Emnid im Auftrag des Hamburger Diagnostik-Zentrums Fleetinsel durchgeführt, betont dagegen den Mangel an Selbstbestimmung als größten Stressfaktor. Die über 300 befragten Führungskräfte litten insbesondere an Häufung von Terminen und Meetings.

Während die deutschen Studien die Sorgfalt hervorheben, mit der deutsche Führungskräfte sich für ihre Gesundheit engagieren, hebt die britische Studie „Long working hours are linked to risky alcohol consumption“ den überhöhten Alkohol- und Medikamenten-Konsum bei Stress hervor.

Coaching kann natürlich weder Burnout und Depression noch Alkohol- sowie Medikamentenmissbrauch therapieren. Aus der Warte eines Coachs leistet allerdings Coaching einen wichtigen Beitrag dazu, dass Führungskräfte frühzeitig die richtigen Prioritäten setzen. Mit Hilfe von Coaching lernen sie, gesundheiterhaltende Faktoren zu stärken und mit Stress besser umzugehen.


Auf die schlaue Art leistungsfähig sein

2. November 2015

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„Sport macht schlau“, verspricht der Sportwissenschaftler und Hirnforscher Frieder Beck. In seinem gleichnamigen Buch bringt er Laien auf verständliche Art und Weise nahe, wie sie die Ergebnisse der Hirnforschung für geistige und sportliche Höchstleistungen nutzen können.

Der Zusammenhang zwischen Bewegtheit und geistiger Beweglichkeit war schon Goethe bekannt: „Was Du Dir abläufst auf dem Schuh“ so seine These, „das fließt Dir geistig doppelt zu.“ Doch wie lässt sich dieser Zusammenhang erklären? Sport, so Becks Feststellung, steigert die Fähigkeit zur Selbstregulation im Sinne der gezielten und  bewussten Steuerung von Aufmerksamkeit, Verhalten und Emotionen.

Zahlreiche Testreihen zeigen, dass sich körperliche Fitness sowohl kurz- als auch langfristig auf die kognitive Leistungsfähigkeit auswirken. Denn Bewegung lässt Neuronen und Synapsen „sprießen“ und erzeugt ein immer komplexeres Netzwerk, auf das wir bei Denkprozesse zurückgreifen können. Sport ist daher auch eine praktische Anti-Ageing-Methode für das Gehirn.

Damit die beschriebenen Effekte auftreten, braucht unser Gehirn das „Glückshormon“ Dopamin. Wie aber setzen wir unsere Dopaminproduktion möglichst wirkungsvoll in Gang? Beck empfiehlt ein Training, bei dem folgende Aspekte aus neurobiologischer Warte besonders wichtig sind:

  • das Training sollte sich im aeroben Bereich bewegen
  • Spaß machen
  • möglichst abwechslungsreich sein und
  • überraschende Erfolgserlebnisse vermitteln.

Auf dieser Grundlage gelingt es auch ehemaligen Bewegungsmuffeln, dranzubleiben. Denn mit dem richtigen Training produziert das Gehirn genau den Hormoncocktail, der hohe Motivation hervorbringt.


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