Sprachspiele betreiben

1. Mai 2011

Richtig oder falsch? Wahr oder unwahr? Gerne benutzen wir Sprache so, als ob es eindeutige Antworten auf diese Fragen gäbe. Dabei können wir in den meisten Lebenslagen eigentlich nur wissen, was besser und was schlechter funktioniert.

Denn Sprache kann nicht die Welt abbilden, sondern nur „Landkarten“ konstruieren, um mit der Welt umzugehen. Sprache beschreibt also nicht Wirklichkeit, sondern  konstruiert sie. Der Philosoph Wittgenstein nennt unsere Wirklichkeitskonstruktionen mit Worten und Sätzen „Sprachspiele“.

Wie jedes andere Spiel auch, funktionieren Sprachspiele nach gewissen Regeln. Diese werden von den Mitspielern anerkennt und aktiv genutzt. Natürlich gibt es immer Menschen, die  nach anderen Regeln spielen, oder Phasen,  in denen etablierte Regeln ihre Allgemeingültigkeit verlieren.

Was das mit Ihnen zu tun hat? Sie haben jederzeit die Freiheit, Ihr eigenes Sprachspiel zu spielen. Das problemorientierte Spiel zum Beispiel fragt danach, was nicht gut funktioniert, wo die Ursache dafür zu finden ist und wer vermutlich Schuld daran trägt. Das systemisch-lösungsorientierte Spiel dagegen betont, was bereits erfolgreich läuft, kreiert neue Visionen und motiviert, an deren Umsetzung teilzuhaben.

Ob die von Ihnen geschaffenen Lösungen oder Visionen richtig ist? Entscheiden Sie selbst.

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