Echte Fragen von Pseudo-Fragen unterscheiden

16. August 2011

Fragen sind das wichtigste Handwerkszeug, um Menschen zu Denkprozessen anzuregen und entwicklungsorientiert zu führen. Seien Sie allerdings vorsichtig mit Pseudofragen, die sich als Frage tarnen, im Grunde jedoch Selbstaussagen und Bewertungen sind.

Eine als Frage verkleidete Aussage, Suggestivfrage genannt, liegt immer dann vor, wenn Ihre Formulierung die von Ihnen gewünschte oder erwartete Antwort bereits nahelegt. „Meinen Sie nicht auch, dass wir mit dem Projekt zu langsam vorankommen?“ Da der Befragte nun Ihre Position kennt, wird er sich in seiner Antwort positiv oder negativ auf Ihre Meinung fokussieren.

Falls er überhaupt antworten wird. Denn Suggestivfragen haben oft den Charakter  rhetorischer Fragen. Da sie nur zur rhetorischen Verstärkung der eigenen Position eingesetzt werden, mobilisieren sie das Gegenüber nicht zu einer Stellungnahme.

Manche Suggestivfragen haben sogar die Macht von Killerfragen. „Können Sie wirklich so dumm sein?“ Mangels kommunikativer Alternativen kommt das Gespräch zum Stillstand und der Fragende erreicht das Gegenteil dessen, was mit einer guten Frage bewirkt werden kann.

Echte Fragen setzen eben echtes Interesse am anderen und an seiner Antwort voraus.

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