Wie Worte Wirklichkeit werden

3. Januar 2012

„Achte auf Deine Worte, denn sie werden Wirklichkeit.“ Der Coach Joachim Schaffer-Suchomel hat zusammen mit Klaus Krebs in Du bist, was Du sagst unsere Sprache und die durch sie offenbarten Lebenseinstellungen untersucht. Denn Begriffe sind keine Beschreibungen der Realität, sondern, so seine  Formulierung, „Griffe“ mit denen wir das Leben „be-greifbar“ machen.

So gibt der Griff nach einem Wort Sicherheit und Richtung. Mit Sprache  erhalten unsere Gedanken und, daran anschließend, unsere Handlungen eine Form. Die Kehrseite: Die Bereitschaft zu alternativen Sichtweisen der Wirklichkeit nimmt ab. Ein Wort oder Ausdruck kann so einengend und mächtig werden, dass es selbst zur Wirklichkeit wird.

Ein Beispiel: Vielleicht glauben Sie, in einer bestimmten Situation „mit dem Rücken an der Wand“ zu stehen. Kulturell und auch für Sie persönlich signalisiert dieser Ausdruck Auswegslosigkeit. Sie fühlen sich wie gelähmt.

Schaffer-Suchomels Anregung: Ändern Sie den Blickwinkel. Wenn Sie mit dem Rücken zur Wand stehen, sind Sie von hinten gestützt und haben nach vorne Handlungsspielraum. Zwar gehört Mut zum Agieren. Doch was spricht gegen die „Flucht nach vorn“?

Du bist, was Du sagst ist eine unterhaltsame Anregung für alle, die sowohl ihre eigene Sprache als auch der anderen reflektieren möchten. Insbesondere Coachs sensibilisieren mit diesem Buch ihr Feingefühl für die Nuancen der Sprache und die unendliche Vielfalt an Lösungen, die sie bereit halten kann.

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