Posts Tagged ‘entwicklungsorientiert führen’

Gehirngerecht führen

2. Juni 2013

Baum groß

Wie können Führungskräfte die Potenziale ihrer Mitarbeiter optimal entfalten? Darüber hat Gerald Hüther, Professor für Neurobiologische Präventionsforschung an der Universität Göttingen, intensiv aus neurobiologischer Perspektive nachgedacht. Und ein paar Regeln formuliert, die für den entwicklungsorientierten Führungsstil entscheidend sind.

Wichtigste Punkte: Eine Führungskraft braucht Vetrauen in die Potenziale ihrer Mitarbeiter, eine lösungsorientierte Grundhaltung und die Fähigkeit, die Mitarbeiter für die Aufgaben der Organisation zu inspirieren. Wichtig ist ein häufiger Wechsel der Aufgaben. Setzt Routine ein, sinkt die Kreativität und die Begeisterung für eine Aufgabe nimmt rapide ab.

Der Routine entgegen wirken zum Beispiel abteilungsübergreifende Teams oder Großgruppenkonferenzen, in denen Wissen vernetzt und Kreativität lebendig erhalten werden kann. Eine positive Fehlerkultur ist ein weiterer Beitrag zur Verminderung von Angst und Erstarrung, beides Phänomene, die kreative Leistungen von Mitarbeitern stark blockieren.

Hüther empfiehlt stattdessen, durch positive Verstärkungen wie Lob und Hilfestellungen Leistungsbereitschaft und Identifikation zu fördern. Aus diesem Grund nennt er den neurobiologisch untermauerten Führungsstil auch supportives Führen. Coaching-Methoden unterstützen wiederum die Führungskraft dabei, den supportiven Stil zu erlernen.

Mit Fragen führen

20. November 2008

mann-junger

Wer fragt, der führt. So eine wichtige Faustregel der beruflichen Kommunikation. Der Führungs-Alltag sieht jedoch zumeist anders aus. Überprüfen Sie für sich selbst: Bieten Sie lieber eigene Antworten an oder üben Sie sich in der Kunst, Menschen durch gezielte Fragen zu Ihren eigenen Lösungsideen zu führen?

Die Methode ist einfach und leicht erlernbar: Wer Menschen Fragen stellt, regt sie zum Nachdenken und Finden eigener Lösungen an. Vorausgesetzt, die Fragen sind offen gestellt, also nicht mit einem einfachen Ja oder Nein zu beantworten:

  • Wie wollen Sie vorgehen?
  • Welchen ersten Lösungsschritt schlagen Sie vor?
  • Was erscheint Ihnen dabei als besonders wichtig?

Offene Fragen appelieren an die Eigenverantwortung des Befragten und stärken seine Kompetenz. Wer eigene Lösungen findet, dessen Selbstständigkeit wächst. Umgekehrt kann der Führenden von einem größeren kreativer Freiraum für die Lösung eigener Aufgaben profitieren.

Warum diese einfache Methode in der Praxis noch nicht so verbreitet ist?

Einige scheuen den Zeitaufwand, der zunächst mit der Fragemethode verbunden ist. Andere verlieren schon mal die Lösungskompetenz des Mitarbeiters aus dem Auge. Und viele verstehen es einfach als Führungsverpflichtung, den Mitarbeiter durch fertige Antworten von der eigenen Sachkomptenz zu überzeugen.

Und Sie? Für welche Führungsmethode entscheiden Sie sich? Welcher Nutzen der Methode steht für Sie im Vordergrund?

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