Posts Tagged ‘Kreativität’

Gehirngerecht führen

2. Juni 2013

Baum groß

Wie können Führungskräfte die Potenziale ihrer Mitarbeiter optimal entfalten? Darüber hat Gerald Hüther, Professor für Neurobiologische Präventionsforschung an der Universität Göttingen, intensiv aus neurobiologischer Perspektive nachgedacht. Und ein paar Regeln formuliert, die für den entwicklungsorientierten Führungsstil entscheidend sind.

Wichtigste Punkte: Eine Führungskraft braucht Vetrauen in die Potenziale ihrer Mitarbeiter, eine lösungsorientierte Grundhaltung und die Fähigkeit, die Mitarbeiter für die Aufgaben der Organisation zu inspirieren. Wichtig ist ein häufiger Wechsel der Aufgaben. Setzt Routine ein, sinkt die Kreativität und die Begeisterung für eine Aufgabe nimmt rapide ab.

Der Routine entgegen wirken zum Beispiel abteilungsübergreifende Teams oder Großgruppenkonferenzen, in denen Wissen vernetzt und Kreativität lebendig erhalten werden kann. Eine positive Fehlerkultur ist ein weiterer Beitrag zur Verminderung von Angst und Erstarrung, beides Phänomene, die kreative Leistungen von Mitarbeitern stark blockieren.

Hüther empfiehlt stattdessen, durch positive Verstärkungen wie Lob und Hilfestellungen Leistungsbereitschaft und Identifikation zu fördern. Aus diesem Grund nennt er den neurobiologisch untermauerten Führungsstil auch supportives Führen. Coaching-Methoden unterstützen wiederum die Führungskraft dabei, den supportiven Stil zu erlernen.

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Lösungsorientiert denken lernen

16. März 2011

Der Problemraum ist nicht der Lösungsraum – so Albert Einstein zu dem Gedanken, ein Problem nicht durch detaillierte Analyse, sondern durch die Entwicklung einer gänzlich neuen Idee aufzulösen. Welche Schritte können Sie gehen, um vom Problemraum in den produktiven Lösungsraum zu kommen?

Lösungsorientiert denken heißt, den mentalen Zustand zu verlassen, den ein Problem aufwirft. Denn im Problemzustand ist das Lösungspotenzial unseres Gehirns reduziert.

Sie können tatsächlich den Raum verlassen und sich in einem Umfeld bewegen, das Sie inspiriert. Oder Sie können Albert Einsteins persönliches Rezept für sich adaptieren: Um in den Lösungsraum zu kommen, versetze er sich in eine produktive Trance: „Auf einem Lichtstrahl“ reiste er ins Universum und kam dann mit einer neuen Idee zurück.

Lösungsorientiert denken bedeutet also auch, sein eigenes kreatives Potenzial zu mobilisieren. Während die problemorientierte Analyse in alten Denkbahnen bleibt, erweitert die Kreativität den Handlungsspielraum.

Je häufiger es Ihnen gelingt, sich im Lösungsraum zu bewegen, umso stärker wird Ihr Vertrauen darauf, dass jedes Problem eigentlich nur ein Anlass für einen Qualitätssprung ist.

Spielerisch Aufgaben lösen

26. Juli 2010

Spielerisch Aufgaben lösen – ein Privileg, das Kinder vorbehalten bleiben soll? Wenn Sie nicht nur kreativer sein möchten, sondern mehr Spaß an Ihrer Arbeit haben wollen, dann verwandeln Sie sie in ein Spiel.

In Schule und Studium lernen wir, analytisch und planvoll – eben linkshirnig – an Aufgaben heranzugehen. Dieser Denkstil stellt sicher, dass innerhalb überschaubarer Zeit ein verwertbares Ergebnis erzielt werden kann.

Der Nachteil:  Analytische Vorgehen besteht vor allem in folgerichtigem Denken und fokussiert auf Abweichungen und Fehler. Dabei kommt Spaß schnell zu kurz.

Anders das spielerisch-ganzheitliche Vorgehen der rechten Hirnhemisphäre, das durch Impulsivität, Intuition und Kreatitivät gekennzeichnet ist. Überraschungen und Unvorhergesehenes sind nicht nur erlaubt, sondern wesentlicher Aspekt des Spiels.

Da bleibt nur noch die Frage, wie Sie  innerhalb der vorgesehenen Zeit die Aufgabe lösen können. Auch das ein Kinderspiel: Denn Spielen heißt ja gerade nicht, chaotisch zu handeln. Ein Spiel lebt von Spielregeln, die der kreative Spieler sportlich einhalten will.

Träume in realistische Pläne transformieren

2. April 2008

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Träumen Sie gern? Fällt es Ihnen leicht, kreative Ideen und ungewöhnliche Lösungen zu entwickeln? Oder sind Sie Realist? Ein Mensch, der Ideen mit Leidenschaft daraufhin überprüft, wie sie umgesetzt werden können? Oder vielmehr der geborene Kritiker, der mit Scharfsinn auch in den besten Plänen noch Verbesserungspotenzial entdeckt? Und vielleicht der Meinung ist, dass angesichts der Lücken im Plan doch lieber gleich auf die Idee verzichtet kann?

Wenn Sie mindestens in einem Fall ja sagen können, erfüllen Sie wichtige Voraussetzungen, um kreative Ideen zu entwickeln und diese in tragfähige Pläne zu transformieren.

Jetzt geht es nur noch darum, genau die Seite(n) an Ihnen zu stärken, die bislang nicht voll zum Zug gekommen sind. Denn erst der Dreiklang von Kreativität, Umsetzungskraft und Kritikfähigkeit macht gute, zukunftsträchtige Ideen aus.

Diesen Dreiklang erzielen Sie ganz leicht, wenn Sie sich an eine einfache Grundregel halten. Gewähren Sie jeder der genannten Energien den gleichen Raum und beachten Sie die Reihenfolge.

Kreatives Planen setzt zunächst eine intensive Traumphase voraus, in der Ungewöhnliches gedacht und Neues ausgesprochen werden kann. Vorzeitige Kritik und Hinweise auf mangelnde Voraussetzungen verlangsamen und stoppen vielleicht sogar Ihren Ideenfluss.

Erst wenn Sie „ausgeträumt“ haben, ist der Realist in Ihnen gefragt. Der Mensch, der Voraussetzungen prüft, Pläne schmiedet, praktische Hilfestellungen findet. Als „Verwirklicher“ entwickelt er ein Auge für das Machbare und gibt auch bei anfänglichen Hindernissen nicht auf. In dieser Hinsicht darf man ihn nicht mit dem Kritiker verwechseln, der sich mehr auf das Fehlende als auf das Machbare konzentriert.

Diese Fähigkeit ist erst im dritten Schritt gefragt. Der Kritiker nutzt seinen Raum zu Fehlersuche. So ist sichergestellt, dass gute Pläne nicht an Details scheitern. Und dass Energien in Projekten verpuffen, mit denen der innere Kritiker nicht wirklich einverstanden ist. Denn der Kritiker schützt Sie davor, sich auf Ideen einzulassen, die für Sie nicht zukunftsträchtig sind.

Sollte der Kritiker im ersten Durchlauf nicht zufrieden sein, können Sie erneut in den „Träumer-Modus“ gehen und kreative Lösungen für die benannten Mängel finden. Dann gehen Sie wieder in den „Umsetzungs-Modus“ und erweitern den Plan.

Erst wenn der Kritiker den Plan freigibt, haben Sie Ihren Traum erfolgreich in einen realistischen Plan transformiert.

Lassen Sie sich nun überraschen, wie viel Tatkraft Sie aus der Zufriedenheit des Kritikers schöpfen können. Und genießen Sie Ihren Erfolg!

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