Posts Tagged ‘Marshall Rosenberg’

Wahrnehmen und Bewerten unterscheiden

3. September 2009

3 Personen

In der Regel möchten wir durch unsere Kommunikation keine Konflikte provozieren. Und doch tragen wir durch das Verwischen von Wahrnehmung und Bewertung zu Missverständnissen, Gekränktheiten und Auseinandersetzungen bei.

Wie Sie Klarheit in Ihre Kommunikation bringen können? Wichtigster Ansatzpunkt ist eine kleine persönliche Analyse.  Auf welchen Wahrnehmungen fusst das Urteil, das Sie gerade aussprechen wollen?

Eine Wahrnehmung umfasst dabei lediglich das, was Ihre fünf Sinne Ihn an Informationen zur Verfügung stellen. Wenn Sie also das, was Ihnen durch den Kopf geht, weder sehen, hören und fühlen noch schmecken und riechen können, dürfen Sie davon ausgehen, das es keine echte Wahrnehmung ist.

„Du bist unordentlich“ ist ein Urteil bzw.  meine persönliche Bewertung bestimmter Wahrnehmungen. „Ich sehe Deinen Schreibtisch voller ungeordneter Papierberge und nehme wahr, dass Dein Hemd ungebügelt ist“ beschreibt meine visuellen Wahrnehmungen.

Kommunizieren Sie Ihr Urteil immer erst dann, wenn Sie sich der zugrundliegenden Wahrnehmung sicher sind. So manche Bewertungen werden Sie nach Ihrer kleinen Analyse wahrscheinlich gar nicht erst aussprechen, weil sie vorschnell zustande kamen oder auf einem  „Vor-Urteil“ beruhten.

Ich-Botschaften senden

2. Juni 2009

Mit dem Finger auf andere zu zeigen – das wissen wir seit unserer Kindheit – gilt als ein Akt der Unhöflichkeit. Doch in der Kommunikation ist es alltäglich, in Form einer „Du-Botschaft“ direkt auf den anderen zu verweisen.

Probieren Sie doch alternativ, klare Ich-Botschaften zu formulieren. Eine Ich-Botschaft bringt Ihre Beobachtungen und Erwartungen zum Ausdruck. Dadurch ermöglicht sie es Ihrem Gegenüber, aus der eigenen Warte Stellung zu beziehen.

Eine Du-Botschaft dagegen übermittelt Urteile, Aufforderungen und Kritik. So ist der Empfänger Ihrer Botschaft bereits in die Pflicht, bevor er Ihre Beweggründe kennt.

Kein Wunder also, dass Menschen auf  Du-Botschaften oft mit Ablehnung reagieren und ein Konflikt oder Steit entbrennt.

Woraus eine klare Ich-Botschaft besteht?

  • Sie beschreibt bewertungsfrei, was Sie beobachtet haben bzw. worauf Sie reagieren.
  • Sie formuliert die Konsequenz für Sie selbst und das Empfinden, das dadurch ausgelöst worden ist.
  • Sie bringt auf den Punkt, was Sie sich vom anderen zukünftig wünschen.

Lassen Sie sich davon überraschen, wie viel Klarheit Sie über Ihre eigenen Botschaften erlangen und wie Ihr Gegenüber diese Klarheit honoriert.

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