Posts Tagged ‘Positivdenken’

In Richtung Lösung gehen

1. August 2008

Ist Ihr Glas halbvoll oder halbleer? Haben Sie schon die erste Hälfte der Aufgabe gelöst oder liegt die zweite Hälfte noch vor Ihnen? Konzentrieren Sie sich auf Lösungen oder ziehen Sie es vor, die Probleme sorgfältig zu analysieren?

Das hängt natürlich ganz von Ihrer Perspektive ab. Und diese wiederum ist mit bestimmten Vorannahmen über eine sinnvolle Vorgehensweise verbunden.

Eine klassische Überzeugung unserer Kultur lautet, dass die Konzentration auf das Problematische, Negative und mitunter Defizitäre zu gezielten Verbesserungen führt. Erst das präzise Wissen darum, was man nicht mehr möchte, so die Idee, eröffnet den Weg zu einer tragfähigen Lösung und der zur Lösung notwendigen Handlungsenergie.

Lassen Sie sich doch probeweise einmal auf die Umkehrung dieser Überzeugung ein: Erst die Vision einer optimalen Lösung motiviert zum konstruktiven Handeln. Anstatt das Alte zu „verbessern“, eröffnen Sie einen neuen Lösungsraum und schaffen es, den Problembedingungen die Grundlage zu entziehen.

Experimentieren Sie mit beiden Sichtweisen und probieren Sie aus, welche Sichtweise a) die besten Ergebnisse b) die höchste Motivation und c) die beste Stimmung bringt.

Einen neuen Rahmen finden

1. Februar 2008

frau.jpg

Sie kennen das. Ein Problem oder persönliches Thema drückt Sie und Sie wissen nicht so recht, wie Sie damit umgehen sollen.

Sollten Sie jetzt „positiv“ denken nach dem Motto: „so schlimm ist es nun auch wieder nicht“? Oder sollen Sie sich besser ganz auf Ihr negatives Gefühl einlassen und vielleicht mit Konfrontation reagieren?

Wie wäre es mit einem ganz neuen Weg? Zum Beispiel der Neurahmung. Mit dieser NLP-Technik, in Englisch Reframing genannt, können Sie für Ihr Erleben einen entspannteren Bedeutungsrahmen finden.

Oft bedrückt Sie ein Geschehen, weil Sie sicher sind, dass es für Sie eine unangenehme, vielleicht sogar schmerzhafte Bedeutung hat. Mindestens eine von zwei einfachen Fragen offenbart Ihnen in einem solchen Fall, dass es weitere Deutungsmöglichkeiten der Situation gibt.

Die erste Reframing-Frage lautet: „Welche Bedeutung kann dass von mir beobachtete oder erlebte Geschehen noch haben (außer der negativen, die mir bereits altertraut ist)“?

Beispielsweise deutet die Absage eines Freundes vielleicht nicht auf eine Verschlechterung Ihrer Beziehungen, sondern vielmehr auf seine ungewöhnlich hohe Belastung im Beruf hin.

Hier die zweite Frage, mit der Sie das von Ihnen erlebte Geschehen neu rahmen können: „In welchem Zusammenhang oder Lebensbereich stellt das von mir beobachtete Problem eventuell sogar eine besondere Fähigkeit oder eine Nutzen stiftende Eigenschaft dar?“

Ist die vielleicht von Ihnen im Privatleben beklagte Pedanterie eines Menschen nicht auch sein Kapital für einen Beruf, bei dem es auf äußerste Präzision ankommt?

Selbst wenn Sie nicht gleich von jedem Ihrer Reframings überzeugt sein werden, so werden Sie doch schnell bemerken, wie groß Ihr persönlicher Deutungsspielraum ist. Mit geistiger Flexibilität und einer Prise Humor offenbart sich so manches Dilemma als ein akzeptables, vielleicht sogar vorteilhaftes Geschehen.

 

%d Bloggern gefällt das: