Posts Tagged ‘Selbstregulation’

Mit Selbstführung zum Ziel

3. Oktober 2016

bank-im-park

„Die besten Voraussetzungen, erfolgreich mit beruflichen Herausforderungen umzugehen, liegen“, so der  Psychologieprofessor Günter F. Müller und der Unternehmehnsberater Walter Braun, „im Menschen selbst.“ Mit ihrem Buch Selbstführung. Wege zu einem erfolgreichen und erfüllten Berufs- und Arbeitsleben möchten sie zeigen, wie Menschen durch die Selbstführung ihrer inneren Bilder, Gedanken und Motive Ziele erreichen und zugleich gesund bleiben können.

Das Konzept der Selbstführung, eng verknüpft mit systemisch-ganzheitlichem Denken, moderner Neurobiologie und Positiver Psychologie, geht davon aus, dass nachhaltige Motivation nur intrinsisch entwickelt werden kann: Ziele, Visionen und intrinsische Zielreize treiben den Menschen voran. Darüber hinaus ist emotionale Achtsamkeit  und aktives Emotionsmanagement notwendig, um leistungsförderliche Gefühle und körperliche Bedürfnisse in Balance zu bringen.

Doch Selbstführung ist kein „Selbstläufer“. Selbstführungskompetenz will nicht nur trainiert werden. Sie stellt auch einige Vorannahmen über die Rolle des Mitarbeiters sowie der Führungskraft in Frage. Selbstführung ist daher auch Selbstentwicklung und Ausrichtung auf die neue Eigenverantwortlichkeit. Externes Coaching, aber auch der entwicklungsorientierte Führungsstil, stellen wertvolle Hilfen auf diesem Weg dar.

Welche Bedingungen müssen noch gegeben sein, damit Selbstführung im Unternehmenskontext gelingt? Müller und Braun fordern zur selbstführungsgerechten Organisationsgestaltung neben einer neuen Führungsphilosophie vor allem dezentrale Strukturen und eine Deregulierung ein. Mit zahlreichen Checklisten und Test ausgestattet, ist ihr Buch praktisch und anwendungsorientiert: Die bewusste Selbstführung kann beginnen.

Machen, was man liebt

1. April 2015

gruppe

„Nicht jeden äußeren Faktor kann der Mensch beeinflussen. Aber eben sich“. Das ist das Credo von Anja Förster und Peter Kreuz in Macht, was Ihr liebt! 66 1/2 Anstiftungen, das zu tun, was im Leben wirklich zählt. Denn nach Meinung der beiden Speaker und querdenkenden Buchautoren aus Heidelberg besitzen wir alle Autorität, „wenn wir von dem, was wir tun, vollkommen überzeugt sind“.

Förster und Kreuz illustrieren mit 66 Geschichten, was es heißt, die Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen. Anhand plastischer Beispiele zeigen sie, welche Fähigkeiten und Denkweisen dazu wichtig sind. Grundvoraussetzung ist Offenheit: die Bereitschaft, eigenen Impulsen zu folgen und ihnen durch Handeln Ausdruck zu verleihen.

Nehmen Menschen ihre gefühlten Impulse  wahr, werden sie, wie die Beispiele zeigen, mit Spaß, Freude und auch Glück belohnt. Die damit einhergehende Qualitäten Leidenschaft und Motivation haben außerdem das Potenzial,  die beiden Lebenswelten Arbeit und Privates wieder zusammenzuführen.

„Wer seine innere Haltung verändert“, so Förster und Kreuz, „verändert dadurch auch die äußeren Umstände“. Die beiden sind zwar keine Coachs. Aber ihr Buch ist perfekt für alle, die das Weltbild eines systemischen Denkers der Kybernetik 2. Ordnung und die Idee der Selbstregulation besser verstehen wollen.

Sich selbst steuernde Systeme steuern

5. März 2013

bank-im-park2

Das Führen von Menschen, so Wilhelm Backhausen und Jean-Paul Thommen,  ist ein paradoxes Unterfangen. Denn aus systemischer Perspektive muss ein Führender damit Verantwortung übernehmen für die Beeinflussung von sich selbst steuernden Systemen. In Coaching – durch systemisches Denken zur innovativen Personalentwicklung erläutern sie Coaching als wirkungsvollen Ansatz zum Umgang mit dieser Paradoxie.

Das Besondere an Coaching:  Es bietet Methoden, mit denen eigenverantwortliche Entwicklungs-Prozesses des Klienten angeregt werden können. Steuerung im Coaching ist eine Aktivierung der Selbststeuerung. Mit kommunikativen Mitteln lenkt der Coach die Aufmerksamkeit des Klienten, erweitert oder verengt Perspektiven und regt Lernen an. Der bewusste Einsatz von Sprache, insbesondere von Fragen, gehört zu seinen zentralen Tools.

Was Menschen motiviert, die Anregungen des Coachs zu integrieren? Letztendlich das Wissen und die Sicherheit, dass es bei Coaching um sie und nicht um die Anliegen eines anderen geht. Insofern lässt sich Coaching nicht eins zu eins auf das Führen von Menschen in Organisationen übertragen.

Doch die Paraodoxie des Führens bleibt. NLP und systemische Coaching-Methoden bieten daher neben Coaching-Programmen zahlreiche Anregungen für Führungskräfte, mit denen sie ihr Führungsverhalten wirkungsvoller gestalten können.

%d Bloggern gefällt das: