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Coaching-Professionalität nachweisen

1. September 2016

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Insgesamt 15380 Coachs aus 137 Ländern, darunter 261 aus Deutschland, haben in der Coaching-Studie 2016 der International Coach Federation (ICF) im Jahr 2015 Stellung zu zentralen Fragen ihrer Profession Stellung bezogen. Die Studie zeigt: Deutsche Coachs legen Wert auf anerkannte Zertifizierungen. Sie sind jedoch eher zurückhaltend, wenn es um eine Regulierung der Coach-Profession geht.

Da Coaching in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung ist, streben Coachs als Professionalitätsnachweis in der Regel die Anerkennung durch einen Berufsverband an. Damit entsprechen sie der Erwartungshaltung von über 70 Prozent ihrer Klienten und erzielen zudem höhere Honorare, als es unzertifizierten Kollegen gelingt.

Die Frage, ob die Coach-Profession eine intensivere Regulierung erfahren solle, wird allerdings sowohl in Deutschland als auch weltweit kontrovers diskutiert. Einer Regulierung durch staatliche Stellen stehen die meisten Coachs skeptisch gegenüber. Es überwiegt der Wunsch nach einer selbstregulativen Lösungen auf der Verbandsebene.

Eine Besonderheit des deutschen Coaching-Markts: Die Feldkompetenz, also die Berufserfahrung des Coachs vor Aufnahme seiner Coach-Tätigkeit, wird in Deutschland besonders wertgeschätzt. Über 37 Prozent der deutschen Coachs verfügen über zehn Jahre Erfahrung in unterschiedlichen Berufsfeldern, während im internationalen Durchschnitt nur 29 Prozent der Coachs über diesen Erfahrungsschatz verfügen.

Coaching-Qualität managen

2. Februar 2015

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Coaching kennt inzwischen fast jeder. Und auch in Unternehmen hat sich Coaching als Standardmaßnahme der Personalentwicklung etabliert. Welche Kriterien allerdings ein Einzelgespräch im beruflichen Kontext zu einem professionellen Coaching machen, ist nicht allen Verantwortlichen bewusst. Die ICF International Coaching Federation hat zu diesem Zweck einen Leitfaden zur Qualitätssicherung im Coaching erstellt.

Was Coaching kennzeichnet
Elf Aspekte kennzeichnen das professionelles Coaching. Sie umfassen die vertraglichen und ethischen Grundlagen des Coachings, die professionelle Beziehungsgestaltung sowie die effektive Kommunikation und das ergebnisorientierte Lernen. Mit aktivem Zuhören und mit guten Fragen entwickelt der Coach einen Lernprozess, in dessen Verlauf der Klient das Bewusstsein für seine Thematik schärft und im Anschluss daran Handlungsschritte einleitet. Coaching ist immer zielorientiert.
Was Coaching vor allem umfasst
Coaching wird daher als ein systematisch geführter Dialog zwischen Coach und Klienten bezeichnet, der diesen befähigt, das von ihm angestrebte Ergebnis in einem klaren Zeitrahmen zu erreichen. Zentrales Merkmal eines Coaching-Dialogs ist die Vertraulichkeit.
Was nicht im Coaching passieren sollte
Aus dieser Definition leiten sich natürlich auch einige Don´ts im Coaching-Prozess ab: Auf keinen Fall sollte ein Coaching ohne klaren Auftrag, Ziel sowie zeitlich definierten Endpunkt durchgeführt werden. Sollte das Coaching nicht im vorab vereinbarten Rahmen stattfinden oder die festgelegten Ziele nicht erreicht werden, gilt es, die Gründe dafür professionell zu klären. Pflicht des Coachs ist es insbesondere, immer wieder zu überprüfen, ob er im Rahmen seiner Rolle als neutraler Coach agiert oder zum Beispiel eigene Interessen geltend macht. Regelmäßige eigene Supervisionen gehören zum seriösen Berufsbild des Coachs dazu.

Der Stellenwert von Coaching in Unternehmen

1. Oktober 2013

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Welche Bedeutung hat Coaching in Unternehmen? Wie effektiv ist es und welche Wirkungen sind bekannt? Die ICF International Coaching Federation hat für ihre in Zusammenarbeit mit PricewaterhouseCoopers erstellte 2013 ICF Organizational Coaching Study Coaching-Entscheider weltweit befragt.

Die Ergebnisse in Stichpunkten: Die Bedeutung von Coaching nimmt weiter zu. Nicht mehr nur Top-Level-Führungskräfte, sondern auch Mitarbeiter anderer Hierarchiestufen kommen zunehmend in den Genuss eines Coachings. Dabei werden insbesondere die Flexibilität und die punktgenaue Einsatzfähigkeit der Coaching-Methode geschätzt.

Insgesamt sind die Coaching-Entscheider mehrheitlich von den positiven Effekte von Coaching überzeugt. Die systematische Evaluation von Coaching-Ergebnissen nimmt allerdings noch einen untergeordneten Stellenwert ein.

Die meisten Organisationen arbeiten mit internen sowie externen Coachs zusammen. In beiden Fällen gilt die Vertraulichkeit eines Coachings als besonders wichtiger Wertmaßstab. Bei der Auswahl der Coachs spielen Empfehlungen und der Ruf eines Coachs eine große Rolle, ebenso natürlich Erfahrung. Aber auch akademische Abschlüsse, Zertifikate und Akkreditierungen haben Gewicht, ohne allerdings Schlüsselfaktoren zu sein.

Coaching-Branche professionalisiert sich weiter

1. Mai 2013

Frühling

Die 11. Coaching-Umfrage des Büros für Coaching und Organisationsberatung (BCO) in Zusammenarbeit mit dem deutschen Chapter der International Coaching Federation (ICF) zeigt: die Branche entwickelt sich positiv. Der Grad der Professionalisierung in Deutschland sowie in den erstmals in die Untersuchung einbezogenen Ländern Österreich und Schweiz nimmt zu. Die  Honorare haben sich nicht nur stabilisiert, sondern sind im Vergleich zu 2011 um 5,3 Prozent angestiegen.

Ein Indiz für die Professionalisierung: Besaßen die jeweils befragten Coachs vor 11 Jahren nur etwa 5,4 Jahre Berufserfahrung im Coaching, so blicken sie heute in der Regel etwa auf die doppelte Berufserfahrungszeit zurück.

Mit dieser Entwicklung einher geht die Etablierung von Coaching als festem Element der Personal- und Organisationsentwicklung in Organisationen. Etwas zwei Drittel ihrer Zeit arbeiten die befragten Coachs für Unternehmen, ein Drittel für Privatkunden.

Die Mehrheit der 279 befragten Coachs ist in Fachverbänden organisiert. Ihre Hauptmotivation ist zur Zeit das Netzwerken, wohingegen die Aspekte wirtschaftliche Effekte, Interessenvertretung und Weiterbildung eine untergeordnete Stellung einnehmen. 2011 stand noch der wirtschaftliche Effekt im Vordergrund.

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