Posts Tagged ‘Führungskräfte-Coaching’

Vorwärts- vor Rückwärts-Coaching?

19. August 2022

Vorwärts-Coaching? Rückwärts-Coaching? Was soll der Unterschied sein? Denn schließlich ist es immer der Auftrag von Coachs, Menschen beim Erreichen von (zukünftigen) Zielen zu begleiten. Doch noch immer haftet Coaching das Image einer Art Nachhilfe für Menschen an, die etwas nicht bewältigen oder ein „Performance-Defizit“ nicht alleine auflösen können.

Diese Art Coaching hat ihrem Verständnis nach eine korrigierende Funktion: Rückwärts-Coaching „repariert“, was nicht gut zu funktionieren scheint, und löst Abweichungen von Soll-Ideen auf. Im Gegensatz dazu ist Coaching im systemischen Sinne immer ein Vorwärts-Denken, ganz unabhängig vom Ausgangspunkt. Probleme, Konflikte, Missempfindungen oder vielleicht auch als Defizit wahrgenommene Aspekte sind lediglich Hinweisgeber für eine neu zu gestaltende Zukunft.

Im Vorwärts-Coaching geht es vor allem um Entwicklung und Gestaltung, ein Prozess, der gewissermaßen „anlasslos“ stattfinden kann, wenn der Wunsch danach im Raum steht. Denn Coaching ist und darf ein Spielraum für die kreative Erneuerung der Zukunft sein. Aber braucht es dafür tatsächlich einen Coach als Begleiter? Nicht unbedingt. Doch der Coach ist nicht nur frei von Interessen, die sich unmittelbar mit der Lebenswelt des Klienten verbinden. Er ist auch ein Experte für kreative Prozesse und kann den Finger auf Denkbarrieren und andere Hindernisse im Entwicklungsprozess legen.

Vorwärts-Coaching nimmt inzwischen auch in Unternehmen einen größeren Spielraum ein: Beispielsweise bekommen einige Führungskräfte gleich bei der Einführung in ihren neuen Job einen Coach zur Seite gestellt. Oder neu formierte Teams erhalten die Chance, in einem Team-Coaching zueinander zu finden. Auch in agilen Kontexten wird es immer selbstverständlicher, dass ein Coach Teamprozesse begleitet und proaktiv für eine gute Zusammenarbeit sorgt.

Dem Vorwärts-Coaching gehört die Zukunft. Denn angesichts der wachsenden Komplexität vieler Fragestellungen und Entscheidungen sowie der schnellen Veränderungen wird die individuelle Klarheit und der gute Zugriff auf die eigenen persönlichen Ressourcen immer wichtiger. Daten und Fakten allein helfen nicht mehr, Strategien gut zu begründen. Eine sorgfältig entwickelte Zukunftsvision, verbunden mit einer persönlichen Werte-Positionierung und einem sorgfältigen Öko-Check der zu erwartenden Auswirkungen, nimmt daher eine zentrale Steuerungsfunktion im Alltag ein.

Die Beziehung entscheidet

31. Juli 2013

2 Personen

Die ersten Ergebnisse der bislang größten internationalen Coaching-Studie der britischen Ashridge Business School zeigen: Der Coaching-Erfolg steht und fällt mit der Beziehungsqualität zwischen Coach und Klient. Damit der Erfolg stimmt, müssen sich Coach und Klient jedoch nicht ähnlich sein, fand die „Greatest Ever Executive Coaching Outcome Study“ heraus.

Denn wichtiger, so die Studie, ist die Fähigkeit des Coachs, Vertrauen herzustellen und nach einer guten Auftragsklärung ein präzise definiertes Coaching-Ziel mit dem Klienten zu formulieren. Von großer Bedeutung ist auch, dass der Coach, anstelle zu werten, große Sorgfalt auf eine detaillierte Wahrnehmung legt.

Ein weiterer Faktor für Coaching-Erfolg: Je stärker Klient und Coach von der Selbstwirksamkeit des Klienten überzeugt sind, umso gewinnbringender ist der Coaching-Prozess. Der Glaube des Coachs an seine eigene Wirksamkeit allerdings reicht nicht aus, um das Coaching zu guten Ergebnissen zu führen.

%d Bloggern gefällt das: