Posts Tagged ‘Glaubenssatz’

Eigene Ressourcen erkennen

16. Juni 2010

Eine zentrale Vorannahme des NLP lautet: „Menschen verfügen über alle Ressourcen, die sich brauchen.“ Was macht es dann in einigen Fällen so schwer, die passenden Ressourcen für das gesetzte Ziel zu mobilisieren? Und was können Sie tun, um eigene Ressourcen zu erkennen?

Menschen sind in der Lage, eine Vielzahl an Ressourcen genau im richtigen Kontext zu aktivieren. So nutzen wir zum Beispiel in der Rolle als Freund andere Fähigkeiten als in der des Bekannten. Ein sinnvolles Vorgehen, um mit unseren Energien ökonomisch umzugehen.

Doch manchmal verschließen wir uns genau durch diese Betrachtungsweise den Zugriff auf Ressourcen, die in auch in anderen Lebensbereichen dienlich sein könnten.  Ein engagierter und erfolgreicher Sportler kann dann klagen, auf seinem Berufsweg ganz „ohne Biss“ zu sein.

Wenn Sie also für das Erreichen Ihres Ziels nach Ressourcen suchen, dann fragen Sie doch einfach, in welchen Lebensbereichen Sie die gewünschten Fähigkeiten oder Gaben bereits erfolgreich leben. Dann wird es Ihnen leicht fallen,  genau diese Eigenschaften auch für das Ziel zu mobilisieren.

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Die richtigen vier Fragen stellen

19. Juni 2008

„Entweder man klammert sich an seine Gedanken“, so Byron Katie,“oder man überprüft sie. Es gibt keine andere Möglichkeit.“ Mit vier einfachen Fragen unterstützt sie Menschen dabei, zu einer neuen Denkweise über ihre Probleme zu kommen.

Byron Katies These in „Lieben was ist. Wie vier Fragen Ihr Leben verändern können“: Wie auch immer Sie eine Situation bewerten – die Verantwortung für diese Sichtweise liegt ganz bei Ihnen selbst. Ihr Lösungsweg: Vier Fragen zu Ihrem Problem, die Sie konsequent zur Übernahme der eigenen Verantwortung führen.

Die erste und zweite Frage : „Ist das wahr?“ – „Können Sie absolut sicher wissen, dass das wahr ist?“

Sollten Sie nicht mit einem klaren „Ja“ antworten können, gilt es, den eigenen Gedanken zum Problem zumindest in Frage zu stellen.

Die dritte Frage: „Wie reagieren Sie auf diesen Gedanken?“

Diese Frage verdeutlicht Ihnen schnell, welche Folgen es für Ihr Handeln hat, so und nicht anders über die Situation zu nachzudenken. Trägt nicht Ihr Gedanke genau zu dem Problem bei, das Sie eigentlich gelöst wissen wollen?

Die vierte Frage: „Wer wären Sie ohne diesen Gedanken?“ – Und die Aufforderung, Ihre Problemformulierung umzukehren.

Mit der vierten Frage eröffnen Sie sich neue Denk- und Handlungsspielräume jenseits des zunächst von Ihnen beschriebenen Problems.

Und mit der Umkehrung der Problemformulierung vielleicht eine ganz konkrete Handlungsaufforderung an sich selbst: Nicht der andere, sondern Sie sind gefordert, auf eine neue Art zu denken oder zu agieren.

Byron Katies Fragen sind eine hervorragende Ergänzung der klassischen Metafragen, die NLP´ler zum Hinterfragen von Glaubenssätzen und Überzeugungen verwenden. Für (Noch-)Nicht-NLP´ler sind sie ein leicht zugänglicher Einstieg in eine Denkweise, die Eigenverantwortung konsequent in den Mittelpunkt stellt.

Überlebte Glaubenssätze aktualisieren

5. März 2008

 

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Unser Handeln wird nicht zuletzt durch unsere Glaubenssätze gesteuert, die Sammlung fester Überzeugungen, die wir im Verlaufe der Zeit zu allen Themen des Lebens herausgebildet haben. Glaubenssätze verkörpern unsere Verallgemeinerungen über uns selbst und die Welt. Von Zeit zu Zeit gilt es daher, diese Sätze auf den neuesten Stand zu bringen.

Warum das nötig ist, werden Sie fragen. Aktualisieren sich Glaubenssätze nicht von allein? In gewisser Weise haben Sie Recht.

Weil aber Glaubenssätze auf stark gefühlsbesetzten Erlebnissen in der Vergangenheit beruhen, bedarf es eines mindestens ebenso starken Erlebens in der Gegenwart, damit eine alte Überzeugung einem neuen Glaubenssatz weicht.

Doch aus NLP-Sicht müssen Sie nicht warten, bis dieses Ereignis eintritt. Wenn Sie feststellen, dass eine bestimmte Überzeugung für Ihr Leben hinderlich ist, können Sie ganz bewusst eine Änderung herbeiführen. Wie das geht?

Eine ganz einfache Methode besteht in der Analyse Ihres Glaubenssatzes. Wenn dieser aus kondensierter, sprachlich verdichteter Erfahrung besteht, dann können Sie erforschen, ob er im Abgleich mit der konkreten, detailreichen Wirklichkeit seine Gültigkeit behält.

Nehmen Sie beispielsweise den Satz „Ich bin immer die Dumme“. Stimmt tatsächlich – einmal unterstellt, diese Aussage hätte für Sie Gültigkeit – dass Sie in jeder Lebenslage die Dumme sind? Oder handelt es sich hier um eine Übertreibung?

Was heißt es für Sie überhaupt, „immer die Dumme“ zu sein? Mit wem vergleichen Sie sich (in-)direkt, wenn Sie sich selbst so bezeichnen? Wie handeln Sie, um ausgerechnet immer „die Dumme“ zu sein?

Nach diesem Schema können Sie so lange weiterfragen, bis Sie Ihren Glaubenssatz mit dem konkreten Erleben in der Gegenwart in Einklang gebracht haben. Und feststellen, dass Ihre Negativüberzeugung ganz schön übertrieben war!

Voraussetzung ist einzig und allein Ihre Bereitschaft, sich dem (mitunter starken) Erleben des Widerspruchs zwischen Glaubensatz und Detailbeobachtungen zu stellen.

Und wenn Sie Spaß am Spiel mit Ihren Glaubenssätzen gefunden haben, werden Sie feststellen, dass es noch zahlreiche weitere hilfreiche Methoden im NLP gibt, überlebte Überzeugungen in einem neuen Licht zu sehen.

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