Archive for the 'Sinne & Wahrnehmungsfähigkeit' Category

Sinnstiftend zusammenarbeiten

2. Januar 2017

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„Die aufregendsten Durchbrüche im 21. Jahrhundert werden nicht durch die Technologie entstehen, sondern durch ein sich erweiterndes Verständnis unseres Menschseins,“ so der Zukunftsforscher John Naisbitt. Die zentrale Frage des Wirtschaftsberaters Frederic Laloux lautet daher: Kann es ganzheitliche, selbstorganisierend verfasste und sinnerfüllend operierende Unternehmen geben? Ist das erfolgreiche Wirtschaften nach dem integralen Paradigma möglich? 

In seinem Buch Reinventing Organizations untersucht Laloux zwölf Organisationen verschiedener Länder, die sich zum Teil bereits seit vielen Jahren den Prinzipien integraler Organisationen verpflichtet fühlen. Seine Schlussfolgerung: Der Durchbruch zu einem neuen Paradigma des Wirtschaftens ist Einzelnen bereits gelungen. Eine an einem kollektiven sowie individuellen Sinn orientierte Unternehmung kann wirtschaftlich genauso erfolgreich sein wie konventionelle, am Paradigma der Gewinnmaximierung ausgerichtete Unternehmen.

Wirtschaftlicher Erfolg und ein sinnerfülltes Arbeiten in Gemeinschaft schließen sich also nicht aus. Sie bedingen sich sogar. Denn integrale Organisationen verfügen über hoch motivierte und selbstführungsstarke Mitarbeiter, die sich dem Unternehmensziel verpflichtet fühlen. Die offene Kommunikationskultur integraler Organisationen ermöglicht hohe Kreativität und erlaubt ein schnelles sowie flexibles Lösen von Problemen.

Wie eine integrale Organisation entwickelt werden kann? Der erste Schritt liegt immer bei der Führung, die ihre Rolle neu definiert. Ganzheitlich agierende Führungskräfte steigen aus dem Hierarchiedenken aus. Sie führen entwicklungsorientiert und schaffen für Teams einen Rahmen, in dem diese selbstorganisatorisch handeln können.

 

 

Die Sinne schärfen

23. Juli 2012

Wozu eigentlich die Sinne schulen? Auch ohne Vorsatz gelingt es uns doch, zu sehen, zu hören und zu fühlen. Wenn Sie allerdings  einmal ganz bewusst beispielsweise eine köstliche Mahlzeit oder Massage genossen haben, wissen Sie, um wieviel stärker Sinneseindrücke durch gezielte Wahrnehmung werden können. Konzentrierte Aufmerksamkeit trägt enorm zur Intensivierung der Sinnesintensität bei. 

Und was ist der Vorteil der gesteigerten Wahrnehmung? Unsere Sinneseindrücke sind die Grundlage unserer Entscheidungen. Denn sie nehmen nicht nur Informationen von außen auf. Sie  senden uns auch Signale darüber, wie sich ein Außenreiz mit unserem Körper und unserer gesamten Persönlichkeit verträgt.

Nehmen wir dieses Sinnesfeedback nicht wahr, „übersehen, -hören oder -fühlen“ wir es, können wir mit unserem Verstand zu falschen Schlussfolgerungen gelangen. Denn unser Denken ist nur so gut ist wie die Sinnes-Datenbasis, auf die wir zurückgreifen können.

Ein „achtsames“, bewusstes Wahrnehmen im Alltag fördert also gute persönliche Entscheidungen und erhöht selbstverständlich nebenbei auch die Lebensqualität

Im Kontakt Wirkung erzielen

1. April 2011

Immer mehr Menschen erkennen für sich, dass beruflicher Erfolg die Fähigkeit  zu wirkungsvoller Kommunikation voraussetzt. Sie begeben sich daher auf die Suche nach Werkzeugen, mit denen sie andere führen, begeistern und motivieren können.

Doch nicht jedes Tool hält in der praktischen Anwendung, was es verspricht. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Ein Gesprächspartner ist kein statisches Werkstück, an dem mit sprachlichen Mitteln Wirkung erzeugt werden kann. Die Metapher eines kommunikativen Werkzeugkastens trägt im menschlichen Miteinander nur sehr bedingt.

Denn Kommunikation ist ein reflexiver Prozess, dessen Wirkung durch beide Gesprächspartner gemeinsam entsteht.  Sprachliche Tools erzielen gewünschte Erffekte nur dann, wenn sich ihr Anwender flexibel und empathisch auf sein Gegenüber einstellen kann.

Üben Sie also vor allen Dingen, Ihren Gesprächspartner gut wahrzunehmen. Bauen Sie guten Kontakt – in NLP-Sprache Rapport – zu ihm auf und üben Sie Pacen, das (körper-)sprachliche Einschwingen auf das Tempo und die Stimmung des anderen.  Auch ohne bewusst eingesetzte Werkzeuge werden Sie erstaunlich erfolgreich sein.

Mit Bildern bewegen

14. Dezember 2010

Bewegung beginnt im Kopf – und zwar in Form innerer, von uns selbst kreierter Bilder. So der Tänzer, Choreograph und Autor Eric Franklin. Er zeigt, wie tiefgreifend Bilder wirken und Menschen buchstäblich in Bewegung setzen können.

Seine Methode, eine Weiterentwicklung der Ideokinese, fußt auf einer Fähigkeit des Menschen, die auch das NLP intensiv nutzt: Mit Bildern oder „Visionen“ können wir körperliche, geistige und seelische Bewegungen einleiten, Neues gestalten und Veränderungen herbeiführen.

Zur Jahreswende eine gute Idee: Entwerfen Sie innere Vorstellungsbilder davon, wie Sie Ihren Körper und Ihr Leben zukünftig wahrnehmen wollen.

Veränderung wird dann „locker, leicht und dynamisch“ in den Alltag kommen. Denn, so Franklin, „wir empfinden uns so und wir bewegen uns so, wie wir es uns vorstellen.“

Körper und Geist in Wechselwirkung sehen

4. Oktober 2010

Der Körper und seine Rolle als Mitgestalter psychischer Prozesse spielen im NLP und im Coaching immer schon eine bedeutende Rolle. Mit „Embodiment“ nimmt dieser Zusammenhang seit einiger Zeit auch wissenschaftlich Gestalt an.

In ihrem Buch Embodiment. Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen zeigen die Psychotherapeuten bzw. Psychologen Wolfgang Tschacher und Maja Storch, der Neurobiologe Gerald Hüther und die Körpertrainerin Benita Cantieni, dass der Geist immer auch „verkörpert“ ist.

Lebenshaltungen stehen in enger Verbindung zu Körperhaltungen. Wer – wie der Coach – Einstellungen zum Leben, oder – wie der Körpertherapeut –  Körperhaltungen beeinflussen will, sollte immer den Menschen als Ganzes in den Blick nehmen.

Der Coach nutzt den Körper zum einen als Quelle der Information. Zum anderen bringt er durch Anregung zur  Haltungsveränderung Dynamik in den Prozess der geistigen Veränderung. Der Körpertherapeut kann durch Mentalarbeit und Visualisierungen das Bewusstsein seiner Klienten für ihren Körper schärfen und sie dabei unterstützen, Verantwortung für ihren Körper zu übernehmen.

Die Zusammenhänge sind nicht neu. Doch dank dem Stichwort Embodiment beginnt  sich nun endlich die wissenschaftliche Begründungslücke zu füllen.

Die Wahrnehmung schärfen

23. August 2010

Wissen Sie, wie Sie Ihre Wahrnehmung und damit Ihr Erleben schärfen können? Wahrnehmung erscheint so selbstverständlich, dass uns nur in Ausnahmefällen bewusst wird, wie wichtig unsere Sinne als Informationslieferanten sind. Aber was wüssten wir ohne sie über uns und die Welt?

Wahrnehmung ist zunächst einmal ein körperliches Phänomen, das auf der Fähigkeit unseres Körpers beruht, über die Sinnesorgane wie Augen, Ohren und Nase Informationen aufzunehmen.

Der wesentliche Aspekt der Wahrnehmung ist jedoch mental. Denn unser Geist filtert aus einer unendlichen Fülle an Sinnesreizen die für uns wichtigen heraus. Wir nehmen vor allem das wahr, was uns vor dem Hintergrund unserer Bedürfnisse, Wertvorstellungen und Weltideen interessiert.

Und genau an diesem Punkt setzt das Wahrnehmungstraining an. Achten Sie im Alltag bewusst darauf, ob Ihnen Ihre Sinne bestätigen, was Ihr Weltbild für richtig hält:

  • Vielleicht halten Sie ja schon länger an einer Idee fest, die in Ihrem Erleben nicht mehr gültig ist?
  • Vielleicht stimmt ja Ihre Idee und ist durch die Vernachlässigung der Sinne nur ein wenig leblos und fad geworden?
  • Vielleicht entdecken Sie über eine bewusste Wahrnehmung ganz neue Ideen und Apekte, die Ihr Leben bereichern können?

Auf diese Art wird Ihr Wahrnehmungstraining nicht nur zu einer Achtsamkeitsübung, sondern auch zu einer wirkungsvollen Lebens-Balance, Genuss- und Veränderungsstrategie.

Die Macht innerer Bilder nutzen

11. Mai 2010

Wer Visionen bislang für „Luftschlösser“ hielt, erhält durch das Buch des Neurobiologen Gerald Hüther zur Macht der inneren Bilder Anlass, seine Position zu überdenken. Hüther zeigt, wie innere Bilder uns nicht nur lenken, sondern ungeahnte Freiheit eröffnen können.

Bilder, dazu gehören sowohl Seh- als auch Hör- und Fühlbilder, funktionieren wie im Gehirn angelegte Pläne zur Organisation und Strukturierung unseres Lebens.

Das Besondere an  Bildern: Im Vergleich zu Genen können sie verhältnismäßig schnell und eigengesteuert verändert und damit zügig neuen Herausforderungen angepasst werden.

Doch innere Bilder dienen nicht nur der Selbststeuerung in einer sich wandelnden Umwelt. Sie bieten Menschen auch die Möglichkeit, weiterzudenken und proaktiv die Welt zu prägen.

Wer außer wir selbst könnte uns davon abhalten, die Freiheit zu nutzen, zu der unser Gehirn uns befähigt? Werden Sie zum Visionär und fangen Sie gleich damit an, persönlich herausfordernde Zielbilder zu entwickeln und zu leben.

Mit Coaching bewegen und bewegt coachen

3. März 2010

Frühling

Die Sprache bringt es auf den Punkt. Veränderung ist Bewegung.Und mit der Bewegung kommt der Körper ins Spiel. Was können Sie als Coach tun, damit der Bewegungs-Spielraum Ihres Klienten wächst?

Wer mit Coaching bewegen möchte, erreicht mehr, wenn er den Körper einbezieht. Der Körper kommuniziert, was der Verstand gerne übersieht.

Untersuchungen zeigen, dass über 80 Prozent unserer Kommunikation nonverbal über Körpersprache und Stimmqualität erfolgt. Um für das Coaching wesentliche Informationen zu gewinnen, kommt es daher neben gutem Zuhören auf die feine Beobachtung an.

Und wie gelingt es, den Handlungs-Spielraum des Klienten mit Bewegung zu erweitern? Zum einen, indem der Klient angeleitet wird, bewussten Kontakt zu seinem Körper und dessen Signalen aufzunehmen. Zum anderen durch bewegte Methoden, mit denen er spielerisch Neuland erobern kann.

Eine Entspannungsreise durch den Körper, das bewusste Arbeiten mit der Stimme, ein Coaching im Wald oder körperorientierte Methoden wie EFT und Wingwave ….. Der Phantasie beim bewegten Coachen sind keine Grenzen gesetzt.

Die richtige Strategie wählen

21. August 2009

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In schöner Regelmäßigkeit begegnen uns Schlagworte wie  Erfolgs-, Glücks- und Motivationsstrategie. Allein das Wort „Strategie“ verspricht, das eigene Schicksal gezielt beeinflussen zu können.

Doch wussten Sie, dass Sie – genau genommen – diese Strategien bereits seit langem kennen?

Für bestimmte Lebensbereiche und persönlichen Rollen wissen wir genau, wie wir erfolgreich, glücklich und motiviert sein können. Wir kommen nur nicht auf die Idee, dieses Wissen in die Felder unseres Lebens zu tragen, in denen uns diese Positivstrategien fehlen.

Dabei ist der Weg leicht, wenn Sie sich dazu entschließen, Ihre Positivstrategien einmal genauer zu analysieren. Was genau erleben Sie, wenn Sie zum Beispiel für Ihr Hobby motiviert sind?

Sind es reizvolle Bilder oder Klänge von der erwarteten Situation? Oder ist es die Vorfreude auf ein bestimmtes Gefühl? Welche Überzeugungen schwingen mit, wenn Sie an Ihr motivierendes Projekt denken?

Vergleichen Sie im Anschluss daran Ihr Erleben bei einem wenig motivierenden Projekt. Was lässt sich aus dem Positiverleben übertragen? Vielleicht die Idee, sich vor dem Start ein angenehmes Bild vom erwarteten Projekt zu machen? Vielleicht eine Überzeugung, die den Nutzen Ihres Projekts in einem motivierenden Licht erscheinen lässt?

Sie werden erstaunt sein, wie groß Ihr persönliches Expertenwissen in Sachen Erfolg-, Glück- und Motivatgionsstrategien ist.

Sich mit dem Angenehmen assoziieren

3. Juli 2009

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Wir können jede Minute unseres Lebens frei wählen, auf welche Art wir uns selbst und die Welt wahrnehmen.  Als unmittelbar  Beteiligte … Oder als Zuschauer, die  emotional neutral auf sich selbst und auf das Geschehen blicken können.

Prüfen Sie doch einmal, ob Sie diese Wahlmöglichkeit bewusst in Ihrem Leben nutzen.

Wenn das Leben Angenehmes zu bieten hat, ist es wunderbar, mitten in diesem Moment zu sein und mit allen Sinnen  zu genießen. Im NLP wird diese Haltung Assoziation genannt. Weniger angenehme Situationen fühlen sich besser an, wenn Sie in die Zuschauerposition gehen, die Dissoziation.

Mit diesen beiden Zuständen können Sie spielen. Beispielsweise ist es nicht sinnvoll, Unangehmes mit hoher Intensität und ohne emotionale Distanz zu erleben. Gehen Sie also in die Dissoziation.

Umgekehrt erhöht es nicht die Lebensqualität, das Schöne im Leben dissoziert wahrzunehmen. Bei netten menschlichen Begegnungen, bei einem guten Essen und anderen erfreulichen Begebenheiten fühlte es sich am besten an, mit wachen Sinnen assoziiert zu erleben.

Schon nach kurzer Zeit werden Sie  merken, wie viel Schönes  es in Ihrem Leben gibt. Und Sie werden feststellen, wie souverän Sie auf einmal mit dem Unbill des Lebens umgehen können.

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